
Hitzewellen: Untersuchung warnt vor Milliardenverlusten für Deutschland
Untersuchung eines Kreditversicherers Deutschland drohen Milliardenverluste durch Hitzewellen Schon jetzt, Ende Mai, werden in Europa Temperaturrekorde gebrochen. Die Untersuchung eines Kreditversicherers zeigt:...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Untersuchung eines Kreditversicherers Deutschland drohen Milliardenverluste durch Hitzewellen Schon jetzt, Ende Mai, werden in Europa Temperaturrekorde gebrochen. Die Untersuchung eines Kreditversicherers zeigt: Hitzewellen könnten die deutsche Wirtschaftsleistung schon bis 2030 deutlich schmälern. 34 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Bauarbeiter in der prallen Sonne Foto: Bernd Thissen / dpa Noch bevor der Sommer beginnt, zieht bereits eine Hitzewelle über Europa. Eine Untersuchung des weltweit führenden Kreditversicherers Allianz Trade zeigt: Extreme Hitze entwickelt sich zu einem immer größeren Problem für die deutsche Wirtschaft.
Die Einzelheiten
Besonders schwierig sei dabei die doppelte Belastung für Unternehmen. Denn laut der Analyse senken steigende Temperaturen einerseits die Produktivität, andererseits steigen gleichzeitig die Energiekosten. Sollten sich die Hitzewellen des vergangenen Jahrzehnts wiederholen, geht der Kreditversicherer bis zum Jahr 2030 von wirtschaftlichen Verlusten in Deutschland in Höhe von rund 112,5 Milliarden Euro aus.
»Extreme Hitze ist längst kein kurzfristiges Wetterphänomen mehr, sondern ein struktureller wirtschaftlicher Schock«, sagte der Allianz-Trade-Chef in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Milo Bogaerts. Hitze schmälert das BIPSinkende Renditeerwartungen bremsten Investitionen – und damit die künftige Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Der Untersuchung zufolge sinkt die Produktivität pro zusätzlichem Grad über 30 Grad um etwa drei Prozent.
Gleichzeitig stiegen die Energiekosten um etwa 1,2 Prozent pro Grad durch einen höheren Kühlbedarf. Auch für den Staat habe die Hitze Folgen. Im Schnitt verschlechtere sich die Haushaltslage hitzebedingt um etwa 0,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Jahr, so die Analyse.
Was Experten sagen
»Insgesamt ist Europa historisch auf Kälte ausgelegt«Der Senior Klimaökonom bei Allianz Research, Hazem Krichene, warnte vor den ökonomischen Folgen. »Bis 2030 könnte die Wirtschaftsleistung durch Hitzewellen in Deutschland deutlich niedriger ausfallen: Beim BIP sind in den kommenden vier Jahren Einbußen von bis zu 3 Prozent möglich«, sagte er. Damit liege Deutschland im europäischen Mittelfeld – hinter kühleren nordeuropäischen Ländern wie Irland oder Finnland, aber vor den wärmeren südeuropäischen Staaten wie Spanien oder Italien.
Ab der kritischen 30-Grad-Schwelle drehten sich die ökonomischen Effekte ins Negative, sagte Krichene. »Insgesamt ist Europa historisch auf Kälte ausgelegt und auf Hitze bis heute schlecht vorbereitet – obwohl Hitzewellen in den letzten Jahren nichts Neues sind. « Die USA, der Nahe Osten oder Asien seien da bereits weiter.
Dort sei Hitze seit Jahrzehnten Teil der Planung und entsprechend die Zahl der Klimaanlagen hoch, sagte Krichene.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




