
Horror als Verkaufsschlager: Warum faszinieren uns Serienkiller so?
Horror als Verkaufsschlager : Warum faszinieren uns Serienkiller so? Von Stephan Berg 03.07.2026, 06:29Lesezeit: 6 Min. Ed Gein wuchs als Sohn einer fanatisch religiösen Mutter auf und fertigte aus der Haut seiner Opfer...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Horror als Verkaufsschlager : Warum faszinieren uns Serienkiller so? 2026, 06:29Lesezeit: 6 Min. Ed Gein wuchs als Sohn einer fanatisch religiösen Mutter auf und fertigte aus der Haut seiner Opfer Kleider und Möbel: Szene aus der Netflix-Verfilmung „Monster“ mit Laurie Metcalf und Charlie Hunnam.
dpaDer Serienkiller hat den klassischen Mörder im Krimi verdrängt: Als intelligenter, systematischer Wiederholungstäter ist er zur Ikone des Bösen geworden. Warum übt gerade diese Figur eine so große Anziehungskraft aus? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Vermutlich würde man bei dem Versuch, alle Toten zusammenzuzählen, die im Krimi-Genre durch die Hand von Romanautoren und Filmregisseuren einem Mörder beziehungsweise und sehr viel seltener einer Mörderin zum Opfer fielen, leicht auf die Einwohnerzahl eines mittelgroßen Landes kommen.
Die Einzelheiten
Die Todsünde des Mordes erfreut sich, als ästhetische Fiktion aufbereitet, jedenfalls in unseren westlichen Gesellschaften einer ungebrochenen Beliebtheit. Und die Schizophrenie, wonach wir das als fiktionales Surrogat geradezu suchen, was real zu Recht mit dem höchsten Bannfluch belegt wird, gehört zu den Konstanten der menschlichen Psyche: Demnach können wir den filmischen oder literarischen Schrecken gerade deswegen genießen, weil er in der (vermeintlichen) Sicherheit der eigenen vier Wände oder jedenfalls in einer Welt stattfindet, die als fiktives Konstrukt klar und eindeutig von der Wirklichkeit getrennt ist. Ein Mord ist nicht genugIn diesem Setting, in dem alles um die Trias aus Täter, Opfer und Ermittler kreist, hat sich seit geraumer Zeit ein Typus eingenistet, der den klassischen Mörder relativ alt aussehen lässt: der Serienkiller.
Während lange Zeit ein Mord genügte, um den gesamten Ermittlungsapparat in Gang zu setzen, kommt heute meist erst Schwung in die Handlung, wenn wir es mit einem Wiederholungstäter zu tun haben, der zudem so kühl und intelligent vorgeht, als betriebe er ein Rechenzentrum. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Das Kriminalgenre ist per se ein Feld, auf dem sich die Ängste und Sehnsüchte unserer Gesellschaften besonders deutlich zeigen: Jede Tötung steht hier symbolisch für die Verletzung der gesamten zivilisatorischen Ordnung.
Goutiert werden kann das Verbrechen insofern nur, indem der Täter am Ende gestellt und die zerbrochene Ordnung wieder ins Recht gesetzt wird. Die zunehmende Erosion dieses Versprechens lässt sich schon daran ermessen, dass ein Großteil der heute auftretenden Ermittler selbst schon so beschädigt sind, dass sie nicht mal sich selbst retten können. Komplex, strategisch, diabolischMit dem Serienmörder als Gegner haben sie es nun auch noch mit einem Typus zu tun, hinter dessen Vorgehen in der Regel ein komplexer, strategischer Plan, also eine eigene, wenn auch diabolische Ordnungsstruktur steckt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





