
Illegale Lebensmittelspenden: „Auch ‚gut gemeint‘ schadet dem Bahnhofsviertel“
Illegale Lebensmittelspenden : „Auch ‚gut gemeint‘ schadet dem Bahnhofsviertel“ Von Mechthild Harting 05.07.2026, 19:00Lesezeit: 3 Min. Abgepackte Tiefkühlkost und andere nicht unmittelbar zum Verzehr geeignete Produkte...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Illegale Lebensmittelspenden : „Auch ‚gut gemeint‘ schadet dem Bahnhofsviertel“ Von Mechthild Harting 05. 2026, 19:00Lesezeit: 3 Min. Abgepackte Tiefkühlkost und andere nicht unmittelbar zum Verzehr geeignete Produkte sind jetzt vor einer Drogenhilfeeinrichtung abgeladen worden.
Ordnungsamt der Stadt FrankfurtDas Frankfurter Bahnhofsviertel hat viele Probleme. Auch, weil immer wieder Essen in größeren Mengen unkontrolliert auf den Straßen abgeladen wird. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es ist für alle im Frankfurter Bahnhofsviertel kein außergewöhnliches Ereignis: Vor einer Drogenhilfeeinrichtung an der Niddastraße liegen kistenweise abgepackte Lebensmittel auf dem Gehweg.
Die Einzelheiten
Darunter Tiefkühl-Burger, Hackfleisch, Steaks und Mikrowellengerichte, die ohne eine entsprechende Zubereitung gar nicht gegessen werden können. Alles sollte an Süchtige und die zum Teil Schwerstabhängigen verteilt werden. Ob mit der Absicht zu helfen oder sich möglicherweise der nicht mehr zum Verkauf geeigneten Produkte zu entledigen, die als Gewerbeabfälle entsorgt werden müssen, ist nicht bekannt.
Wie das Ordnungsamt mitteilt, hat die Stadtpolizei die unerlaubte Verteilaktion unterbunden, den Verursacher über sein Fehlverhalten aufgeklärt und Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten erstellt. Denn der Straßenraum ist kein Freiraum. Lebensmittel einfach abzustellen, erfüllt nach Angaben des Ordnungsamts den Tatbestand der illegalen Sondernutzung des öffentlichen Straßenraums.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen „Ein Ärgernis für Gewerbetreibende, Anwohner und Passanten“Im Bahnhofsviertel kämpft die Stadt Frankfurt schon seit Jahren, insbesondere seit der Corona-Pandemie, gegen das unerlaubte Verteilen von Lebensmitteln. Diese sollen häufig in sehr großen Mengen unter die mutmaßlich Bedürftigen gebracht werden.
Was Experten sagen
Neben den ohnehin vielen Schwierigkeiten im Bahnhofsviertel werden damit auch noch zusätzliche Müllberge und Hygieneprobleme verursacht. „Das stellt seit Langem ein echtes Ärgernis für Gewerbetreibende, Anwohner und Passanten dar“, sagt Ordnungsdezernentin Annette Rinn (FDP). Vor allem würden „Menschen in prekären Lebenssituationen dadurch abgehalten, die professionellen Hilfseinrichtungen aufzusuchen“.
Dort würden sich die Mitarbeiter der Einrichtungen aber nicht nur um die Ernährung der Betroffenen kümmern, sondern auch um deren körperliche und psychische Gesundheit. Sie sei entsetzt, dass es immer noch unkontrollierte „Verteilaktionen“ gebe, sagt Rinn. Denn gut gemeint sei noch lange nicht gut gemacht.
Wer planlos Lebensmittel an Bedürftige verteile, schade nicht nur diesen, sondern „auch dem sozialen Miteinander in unserer Stadt“. Rinn kündigte an, die städtischen Satzungen „konsequent durchzusetzen, konkrete Gefährdungen schnell zu beseitigen und unerlaubte Verteilaktionen sofort zu unterbinden“.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





