
Indische Lern-App: Von 22 Milliarden Dollar Wert auf null
Indische Lern-App : Von 22 Milliarden Dollar Wert auf null Von Hendrik Ankenbrand, Singapur 20.07.2026, 11:13Lesezeit: 5 Min. Byju Raveendrancherian_in/Wikimedia CommonsIn der Pandemie wird die Lern-App eines...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Indische Lern-App : Von 22 Milliarden Dollar Wert auf null Von Hendrik Ankenbrand, Singapur 20. 2026, 11:13Lesezeit: 5 Min. Byju Raveendrancherian_in/Wikimedia CommonsIn der Pandemie wird die Lern-App eines Nachhilfelehrers aus Indien zum wertvollsten Bildungstechnik-Unternehmen der Welt.
Nun droht dem Gründer Haft. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Ein Jahr vor der Pandemie, die den Wert seiner Lern-App auf 22 Milliarden Dollar katapultieren sollte, gab Byju Raveendran ein Interview, das im Nachhinein wirkt wie der Anfang vom Ende. In der Zentrale in Bengaluru, dem früheren Bangalore, legte der Gründer des Nachhilfedienstleisters Byju die eigene Erfolgslatte ganz hoch.
Die Einzelheiten
Man könnte sagen: himmelhoch. Im Juli 2019 war der qatarische Staatsfonds bei Byju eingestiegen und hatte das gerade einmal acht Jahre zuvor gegründete Unternehmen auf einen Wert von knapp sechs Milliarden Dollar geschätzt. Der hatte ein Jahr zuvor noch bei einer Milliarde Dollar gelegen.
Die Lernplattform, auf der Unterrichtsinhalte mit aufwendig produzierten Videos, Animationen und sogar Disney-Figuren vermittelt wurden wie in einem Videospiel, das der Schüler seinem eigenen Leistungsstand anpassen konnte, wuchs rasant. Doch all die riesigen Zahlen bedeuteten nichts, sagte Gründer Byju, der damals 37 Jahre alt war und seine Karriere damit begonnen hatte, an der Schule seinen Klassenkameraden bei den Hausaufgaben zu helfen und sie auf Prüfungen vorzubereiten. Auf seiner Plattform lernten gerade einmal ein Prozent aller Schüler Indiens, sagte Byju.
Insgesamt aber gab es im Land 265 Millionen Kinder, die in Schulen eingeschrieben waren. „Vor uns liegt noch ein langer Weg, bevor wir es eine Revolution nennen können. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
Was Experten sagen
bei Google bevorzugen Byju wollte erst Indien auf den Kopf stellen, dann AmerikaEin Revolutionär. Als solchen sah sich Byju Raveendran, der im südindischen Bundesstaat Kerala als Sohn eines Lehrerehepaars groß geworden war, dort lieber Fußball und Cricket gespielt hatte, anstatt im Klassenzimmer der Dorfschule zu sitzen, und sich selbst Englisch beigebracht hatte, indem er im Radio Sportsendungen verfolgte. Nun wollte Byju nicht weniger als das Bildungswesen der Milliardennation Indien auf den Kopf stellen.
Und dann das reichste Land der Erde erobern, Amerika. Die Pandemie war für Byju ein Glücksfall. Allein in den ersten beiden Monaten des indischen Lockdowns, in dem alle Schulen geschlossen waren, gewann die Plattform 14 Millionen neue Schüler hinzu.
Bis zum Herbst wuchs die Gesamtzahl der auf Byju registrierten Nutzer auf 70 Millionen. Eineinhalb Jahre später bewerteten Investoren das Unternehmen mit 22 Milliarden Dollar. Byju sponserte die Fußballweltmeisterschaft in Qatar.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




