
Invasive Nosferatu-Spinne breitet sich in ganz Deutschland aus
Invasive Arten Nosferatu-Spinne breitet sich in ganz Deutschland aus Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Nosferatu-Spinne ist inzwischen auch im Norden Deutschlands zu Hause. Damit wird immer klarer, dass...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Invasive Arten Nosferatu-Spinne breitet sich in ganz Deutschland aus Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Nosferatu-Spinne ist inzwischen auch im Norden Deutschlands zu Hause. Damit wird immer klarer, dass die Tiere mit ihren Giftklauen bundesweit zu finden sind. 38 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Exemplar der Nosferatu-Spinne in Bonn Foto: Benjamin Westhoff / dpa Deutschland wird vielfältiger: Die Nosferatu-Spinne ist inzwischen vermutlich bundesweit verbreitet. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wurden die achtbeinigen Tiere zuletzt vermehrt gesichtet.
Die Einzelheiten
»Damit wird es immer wahrscheinlicher, dass sich die Spinne dort etabliert«, sagte Alexander Wirth von der Umweltorganisation Nabu. »Womöglich ist sie bereits im letzten bisher noch nicht besiedelten Bundesland zu Hause. « Die aus dem Mittelmeergebiet stammende Art breitet sich seit ihrer Entdeckung in Deutschland im Jahr 2005 rasant aus.
2022 war ein erstes Exemplar in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet worden. Diese Spinne war aber nachweislich in einem Koffer mitgereist, also eingeschleppt worden. Laut Nabu gab es jedoch inzwischen mehrfache Sichtungen der Spinne sogar auf den Inseln Rügen und Usedom.
Spinnen haben Lübeck erobertAus Schleswig-Holstein kommen seit einiger Zeit ebenfalls deutlich mehr Meldungen, so der Nabu. So habe die Spinne inzwischen Lübeck erobert. Seit 2024 gibt es Fotos von der Art aus der Hansestadt.
Was Experten sagen
»Die Nosferatu-Spinne wird immer häufiger aus Norddeutschland gemeldet«, erläutert Wirth. »Das rauere Klima scheint sie nicht zu stören. In der kalten Jahreszeit zieht sie sich in geheizte Häuser und Wohnungen zurück, wo es für sie angenehmer ist.
« Bild vergrößern Nosferatu-Spinne auf einem Autodach in Baden-Württemberg Foto: Thomas Lutz / dpa Der Körper der Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) wird etwa ein bis zwei Zentimeter lang. Die Beinspannweite könne bis zu fünf Zentimeter betragen, so der Nabu. »Der Name leitet sich von der charakteristischen Zeichnung auf dem Vorderkörper ab, die viele kreative Betrachter an die Fratze des Vampirs aus dem gleichnamigen Kinofilm Nosferatu erinnert«, schrieb das Karlsruher Naturkundemuseum im April.
»2026 ein gutes Nosferatu-Jahr«Durch ihr Gift, einen robusten Körperbau und ihre Geschicklichkeit bei der Jagd wird die überwiegend nachtaktive Spinne den Angaben zufolge auch mit recht großer Beute fertig. Sie gehöre zudem zu den wenigen Arten, die mit ihren Giftklauen die menschliche Haut durchdringen können, heißt es. Der Biss sei in der Regel aber ungefährlich.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





