
IOC beugt sich Russland: Diktatoren und Kriegsherren bleiben im Spiel
IOC beugt sich Russland : Diktatoren und Kriegsherren bleiben im Spiel Ein Kommentar von Christoph Becker 08.07.2026, 15:10Lesezeit: 2 Min. Fahne gehisst: Das IOC zeigt mit seiner jüngsten Entscheidung, dass es, vom...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. IOC beugt sich Russland : Diktatoren und Kriegsherren bleiben im Spiel Ein Kommentar von Christoph Becker 08. 2026, 15:10Lesezeit: 2 Min. Fahne gehisst: Das IOC zeigt mit seiner jüngsten Entscheidung, dass es, vom Ostwind erfasst, auf Putins Kurs dreht.
dpaWährend Putin die Ukraine bombardiert, macht das IOC den Weg frei für die Rückkehr seiner Sportler zu Olympischen Spielen. Der deutsche Sport spielt mit – als Opportunist. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In der Nacht, die auf den Nachmittag folgte, an dem die Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Kirsty Coventry, verkündete, dass ihre Organisation den Sportlerinnen und Sportlern Wladimir Putins wieder Tür und Tor öffnet, schlugen die russischen Raketen wieder in der Ukraine ein: in Kiew, in Cherson und Odessa.
Die Einzelheiten
Und so lässt sich die Frage beantworten, was sich wohl geändert haben mag, dass man Putins Sportlern wieder den Hof macht; und zwar mit einem Wort: nichts. Doch Russlands Rückkehr war zu erwarten. Coventry, bis ins vergangene Jahr hinein Sportministerin im Kabinett des mit Putin verbrüderten zimbabwischen Gewaltherrschers, hat seit Monaten keinen Zweifel gelassen, dass der Moment vorbereitet wird.
Das Nationale Olympische Komitee Russlands hat den notwendigen juristischen Taschenspielertrick geliefert und seine Zuständigkeit für den Sport in den okkupierten ukrainischen Gebieten aus den Statuten gestrichen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Ein Taschenspielertrick genügtEin bisschen legalistischer Hokuspokus genügt in einer Welt, in der die einen kaum erwarten können, Russland wieder mitspielen zu lassen, andere sich gegen die Allgegenwärtigkeit des russischen Kriegsterrors immunisiert haben und wieder andere plötzlich den Kairos erkennen: Mehr Opportunismus wagen!
Zu Letzteren gehört der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB). Es war so abstoßend wie erwartbar, mit welcher Eilfertigkeit der DOSB dem IOC noch am selben Abend signalisierte, dass mit Widerspruch, mit substantieller Opposition gar, nicht zu rechnen ist. „Sport soll als Brückenbauer fungieren können“, heißt es in einer Stellungnahme, und: „Einen Weg zurück hatte der DOSB bereits in seiner ersten Stellungnahme nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine am 18.
Was Experten sagen
“Kein RückgratDas kennt man vom DOSB: Immer dafür oder auch mal dagegen, je nachdem, was bei der IOC-Spitze besser ankommt. Bloß nicht die avisierte Bewerbung um Olympische Sommerspiele in Gefahr bringen mit zu viel Rückgrat. Denn den Weg zurück etwa nach Deutschland als Gastgeber kennt nur Lausanne, da muss man aufs Navi hören.
Und das klingt nach Frau Coventry.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





