
Iran: Inflation steigt auf höchsten Stand seit Zweitem Weltkrieg
Preissprünge bei Lebensmitteln und Verkehr Irans Inflation steigt auf höchsten Stand seit Zweitem Weltkrieg Iran kämpft wegen des Nahostkriegs mit einer Inflation von bis zu 77 Prozent. Die Menschen im Land schränken...
Russia — Trump and Putin will meet after that?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Preissprünge bei Lebensmitteln und Verkehr Irans Inflation steigt auf höchsten Stand seit Zweitem Weltkrieg Iran kämpft wegen des Nahostkriegs mit einer Inflation von bis zu 77 Prozent. Die Menschen im Land schränken sich stark ein. 03 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Sie erhalten mehr Inhalte von uns in Ihren Suchergebnissen. Weitere Infos SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Bazar in Teheran: Preise für Lebensmittel haben stark angezogen Foto: Abedin Taherkenareh / EPA Vor mehr als drei Monaten hat der Krieg in Iran begonnen, die Inflation im Land ist dadurch auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten gestiegen.
Die Einzelheiten
Der Verbraucherpreisindex in den städtischen Gebieten lag im Mai 77,2 Prozent über dem Vorjahreswert, wie die Staatsagentur Irna unter Berufung auf die Zentralbank berichtete. Die durchschnittliche Inflationsrate der vergangenen zwölf Monate betrug 53,9 Prozent. Das auf Wirtschaftsthemen spezialisierte Bamdad-Institut in der iranischen Hauptstadt Teheran sprach von den höchsten registrierten Preissteigerungen seit dem Zweiten Weltkrieg.
Auch im Vergleich zum Vormonat hat die Teuerung zugenommen. Restaurant- und Hotelpreise etwa stiegen dem Bericht zufolge im Vergleich zum April um 88 Prozent. Jeweils rund 20 Prozent mehr mussten Iranerinnen und Iraner für Gesundheit, Verkehr, Telekommunikation und Dienstleistungen im Haushalt ausgeben.
Bewohner der Metropolen berichten unterdessen über noch viel größere Preissprünge bei Lebensmitteln und in Cafés, die sich während des Kriegs seit Ende Februar teils mehr als verdoppelt haben. Viele Menschen haben sich folglich eingeschränkt und kaufen nur noch das Nötigste. Auch Irans Währung Rial hat gegenüber dem Euro weiter an Wert verloren.
Was Experten sagen
Ende 2025 hatten die astronomischen Ausmaße der Inflation für Demonstrationen in Teheran gesorgt. Die Landeswährung war im Dezember innerhalb weniger Stunden auf ein neues Rekordtief gefallen. Der Absturz lähmte den Handel und stürzte Märkte und Händler in völlige Verwirrung.
Was als wirtschaftlicher Protest begann, artete schnell in politische Parolen aus. Die Demonstranten riefen Slogans gegen die Regierung, darunter »Tod dem Diktator«. Mehr zum Thema Folgen des Ölpreisschocks: Irankrieg treibt Inflation stark an »Tod dem Diktator«: Iraner protestieren gegen Regime wegen Wirtschaftskrise Teherans politisches »Risikomanagement«: Irans Regime hat den Krieg gewonnen.
Aber kann es den Frieden überleben? Von Susanne Koelbl, Christoph Reuter, Fritz Schaap und Bernhard Zand Israel und die USA hatten Iran Ende Februar angegriffen. Seit Anfang April gilt eine Waffenruhe, die zuletzt von gegenseitigem Beschuss am Persischen Golf überschattet wurde.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





