
Israel-Libanon-Konflikt: Johann Wadephul warnt vor weiterer Eskalation
Brüchige Waffenruhe Wadephul warnt Israel vor weiterer Eskalation im Libanon Israel rückt im Südlibanon weiter vor, die Waffenruhe gerät zunehmend ins Wanken. Außenminister Johann Wadephul zeigt sich besorgt und fordert...
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Brüchige Waffenruhe Wadephul warnt Israel vor weiterer Eskalation im Libanon Israel rückt im Südlibanon weiter vor, die Waffenruhe gerät zunehmend ins Wanken. Außenminister Johann Wadephul zeigt sich besorgt und fordert Israel und die Hisbollah zur Deeskalation auf. 37 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Bundesaußenminister Johann Wadephul gibt am 29. Mai 2026 in New York City, USA, eine Stellungnahme vor der Presse ab Foto: Juliane Sonntag / AA / IMAGO Am Rande eines Besuchs bei den Vereinten Nationen in New York hat Außenminister Johann Wadephul das weitere Vorrücken der israelischen Armee im Süden des Libanon kritisiert und vor einer Verschärfung der Lage in der Region gewarnt.
Die Einzelheiten
Das Vorgehen Israels gebe »Anlass zu großer Sorge«, erklärte der CDU-Politiker. Wadephul rief sowohl Israel als auch die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz dazu auf, zur vereinbarten Waffenruhe zurückzukehren. Zugleich betonte er, Israel habe legitime Sicherheitsinteressen.
Die fortgesetzten Angriffe der Hisbollah auf den Norden Israels müssten beendet werden. Dennoch müsse Israel bei militärischen Operationen den Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur gewährleisten, forderte der Außenminister. Jede weitere Eskalation verschärfe die ohnehin angespannte Lage und könne neue Fluchtbewegungen innerhalb des Libanon auslösen.
Wadephul warnte zudem vor langfristigen Folgen des Konflikts. Wenn Zivilisten den Preis einer militärischen Eskalation zahlten und Teile des Libanon dauerhaft unbewohnbar würden, trage dies nicht zur Sicherheit Israels bei. Als Schlüssel für eine Stabilisierung des Landes bezeichnete der Außenminister die Stärkung des libanesischen Staates.
Was Experten sagen
Die Regierung in Beirut müsse entschlossen gegen die Hisbollah vorgehen und das staatliche Gewaltmonopol auf dem gesamten Staatsgebiet durchsetzen. Mehr zum Thema Brüchige Waffenruhe: Israel gibt neue Evakuierungsaufrufe für Süden des Libanon heraus Fragile Waffenruhe: USA raten Amerikanern zur Ausreise aus dem Libanon Brüchige Waffenruhe: Vertriebene kehren in den Südlibanon zurück, Israel meldet Tod eines Soldaten Hoffnung setzt Wadephul auf die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in Washington. Diese seien »der richtige Kanal, um Fortschritte zu erzielen«.
Die Hisbollah dürfe den Friedensprozess nicht weiter behindern. Israel war zuletzt weiter auf libanesisches Territorium vorgedrungen und hatte nach eigenen Angaben eine strategisch wichtige Stellung eingenommen. Der libanesische Staat selbst ist nicht direkt an den Kampfhandlungen beteiligt.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





