
Israel: Ultraorthodoxer Angriff auf Topjuristen - »Was ist das, die Kristallnacht?«
Ultraorthodoxer Angriff auf israelischen Topjuristen »Was ist das, die Kristallnacht?« Aus Protest gegen den Wehrdienst: Strenggläubige Juden haben das Grundstück des Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofs gestürmt...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Ultraorthodoxer Angriff auf israelischen Topjuristen »Was ist das, die Kristallnacht? « Aus Protest gegen den Wehrdienst: Strenggläubige Juden haben das Grundstück des Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofs gestürmt und dort gewütet. Hinter der Aktion steckt ein radikaler Rabbiner.
35 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ultraorthdoxe Demonstranten blockieren eine Straße in Jerusalem Foto: Ohad Zwigenberg / AP aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Dutzende Ultraorthodoxe haben am Mittwochabend das Grundstück von Noam Solberg gestürmt. Er ist stellvertretender Präsident des Obersten Gerichts in Israel und lebt in der Siedlung Alon Schvut im Westjordanland. Die Männer verwüsteten übereinstimmenden Medienberichten zufolge den Eingangsbereich des Hauses, zerschmetterten Fenster und beschädigten das Auto des Topjuristen.
Der Grund für die Ausschreitung: Die Ultraorthodoxen wollten gegen die Festnahme anderer Gottesfürchtiger protestieren, die wegen Wehrdienstverweigerung von den Behörden mitgenommen worden waren. Die Folge: Zahlreiche Randalierer wurden am Mittwochabend selbst festgenommen. Noam Solberg und seine Frau waren während der Ausschreitungen in ihrem Haus gefangen; sie fragte danach fassungslos: »Was ist das, die Kristallnacht?
Was Experten sagen
« Israels Premierminister Benjamin Netanyahu verurteilte den Angriff – es war nicht der erste in dieser Woche. Bereits vor zwei Tagen hatten Hunderte Demonstranten versucht, in das Privathaus eines hochrangigen Polizisten in Jerusalem einzudringen, und in der Kleinstadt Beit Schemesch stürmten Ultraorthodoxe gar eine Polizeistation. Beide Protestaktionen waren von einer Hardlinergruppe um den einflussreichen Rabbiner Azriel Auerbach organisiert worden, berichtet die Tageszeitung »Haaretz«.
Bild vergrößern Berittene Polizisten gehen gegen ultraorthodoxe Demonstranten vor Foto: AA / ddp / ABACAPRESS Die Protestaktionen markieren den turbulenten Start des Wahlkampfs. Am Dienstag hat das israelische Parlament in erster Lesung für seine Auflösung gestimmt und damit einen weiteren Schritt in Richtung einer vorgezogenen Neuwahl getätigt. 106 von 120 Abgeordneten der Knesset stimmten in Jerusalem für einen entsprechenden Vorschlag der Regierungskoalition.
Vor einer endgültigen Billigung muss der Vorschlag allerdings noch zwei weitere Lesungen passieren.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





