
Israel und Libanon: Ein Anfang mit Anfangsproblemen
Israel und Libanon : Ein Anfang mit Anfangsproblemen Von Christoph Ehrhardt , Christian Meier 28.06.2026, 16:36Lesezeit: 4 Min. Vertreter Israels, Libanon und der Vereinigten Staaten unterzeichnen das Rahmenabkommen.AP...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Israel und Libanon : Ein Anfang mit Anfangsproblemen Von Christoph Ehrhardt , Christian Meier 28. 2026, 16:36Lesezeit: 4 Min. Vertreter Israels, Libanon und der Vereinigten Staaten unterzeichnen das Rahmenabkommen.
AP Photo/Kevin WolfIn Washington wird ein Rahmenabkommen zwischen Israel und Libanon geschlossen. Es soll zu Frieden führen und die Hizbullah entwaffnen. Doch die sperrt sich.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App „Das Schwerste steht noch bevor“, lautete eine Schlagzeile in der libanesischen Presse. Darauf deuteten auch die gegensätzlichen Reaktionen auf das Rahmenabkommen zwischen Libanon und Israel hin, das einen Ausweg aus dem jahrzehntelangen Konflikt eröffnen soll. Sie schwankten zwischen Lob, Skepsis und wütenden Drohungen.
In Jerusalem bejubelte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einen „historischen Erfolg“. Der libanesische Präsident Joseph Aoun sprach zurückhaltender von einem „ersten Schritt“ auf dem Weg zur vollständigen Wiederherstellung der Souveränität des Staates über sein Territorium. Die Hizbullah zürnte, ließ ihre Anhänger protestieren und drohte mit „Bürgerkrieg“.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Die von Iran gelenkte Schiitenmiliz ist nicht an dem „Trilateralen Rahmenabkommen“ beteiligt, das Vertreter Israels, Libanons und der Vereinigten Staaten am Freitagabend unterzeichneten. Der amerikanische Außenminister Marco Rubio betrieb bei der Zeremonie in Washington Erwartungsmanagement.
Was Experten sagen
Die Vereinbarung sei „der Anfang vom Anfang“, sagte er und fügte hinzu, dass „noch viel Arbeit vor uns liegt“. Zugleich lobte Rubio die anwesenden Botschafter Libanons und Israels, Nada Hamadeh Moawad und Yechiel Leiter: Sie hätten „den ersten Schritt auf einem Weg getan, der zweifellos schwierig sein wird, aber wichtig, unverzichtbar und notwendig ist“. Fünf Verhandlungsrunden hatte es seit April gegeben.
Ein fragiler Prozess auf dem Weg zu einem FriedensabkommenDas jetzt geschlossene Rahmenabkommen ist auf der einen Seite ambitioniert: Ausführlich beschreibt es den Willen Israels und Libanons, den seit 1948 bestehenden Kriegszustand zu beenden, alle Streitfragen beizulegen und „friedliche nachbarschaftliche Beziehungen“ aufzubauen. Auf der anderen Seite aber skizziert es einen fragilen Prozess, der zu diesem Punkt führen soll. Denn in Teilen Libanons hat nicht die Regierung in Beirut das Sagen, sondern die Hizbullah.
Nach wiederholten militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Schiitenmiliz und der israelischen Armee marschierte Letztere in diesem Frühjahr abermals in den Süden Libanons ein und besetzt dort seither eine „Sicherheitszone“. Tausende Menschen wurden getötet, unter ihnen viele Zivilisten, und etwa eine Million vertrieben. Die gewundenen Formulierungen, mit denen das Rahmenabkommen einen Ausweg aus dem Konflikt zu weisen sucht, machen klar, wie vertrackt die Lage ist.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




