
Italien: Italienische Eltern müssen künftig Sexualkunde zustimmen
Neues Gesetz Eltern müssen Sexualkundeunterricht in Italien künftig zustimmen Nach den Sommerferien könnte für viele Kinder in Italien Schluss mit Sexualkunde sein. Schulen müssen dann das Einverständnis der Eltern...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Neues Gesetz Eltern müssen Sexualkundeunterricht in Italien künftig zustimmen Nach den Sommerferien könnte für viele Kinder in Italien Schluss mit Sexualkunde sein. Schulen müssen dann das Einverständnis der Eltern einholen. Damit hat sich Giorgia Melonis rechtes Bündnis durchgesetzt.
13 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Foto: Andrea Calandra / IMAGO aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten An italienischen Schulen darf Sexualkunde nur noch mit ausdrücklicher Zustimmung der Eltern unterrichtet werden. Grund ist ein neues Gesetz. Es wurde mit der Mehrheit der rechten Koalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Rom nach der Abgeordnetenkammer jetzt auch vom Senat gebilligt.
An Kindergärten und in Grundschulen ist Sexualkunde damit künftig sogar grundsätzlich verboten. Die Regelung soll nach den Sommerferien im September in Kraft treten. Der Beschluss ist umstritten.
Was Experten sagen
Im Unterschied zu anderen europäischen Ländern ist Sexualkunde in Italien bislang kein fester Bestandteil des Unterrichts. Eine klare Regelung gab es bislang nicht. Angebliche »Gender-Propaganda«Die rechte Koalition begründet ihren Beschluss damit, dass die Entscheidung über die Teilnahme an Sexualkunde letztlich bei den Eltern liegen müsse.
Bildungsminister Giuseppe Valditara von der rechtspopulistischen Partei Lega redete von »Gender-Propaganda«. »Wir geben den Eltern wieder eine Stimme in Fragen der Geschlechtsidentität ihrer minderjährigen Teenager. « Aus der Opposition hingegen kam Kritik, dass Kinder aus ideologischen Gründen mit Fragen zur Sexualität allein gelassen würden.
Mehr zum Thema Erster Erfolg nach Niederlage der Justizreform: Melonis Bündnis verteidigt Venedig bei Kommunalwahl Urteil des EuGH: Italien darf Sozialleistung für Ausländer nicht an zehnjährigen Aufenthalt knüpfen Italien nach dem Referendum: Giorgia Meloni hat ihren eigenen Laden nicht mehr im Griff Von Frank Hornig Im Detail sieht das Gesetz vor, dass Schulen mindestens eine Woche vor Beginn des Unterrichts eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern einholen müssen. Dazu sollen sie mindestens einen Monat zuvor Unterlagen über Unterrichtsziele und unterrichtende Lehrer beziehungsweise Experten bekommen. Volljährige Schüler können selbst ihre Einwilligung geben.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





