
JadeWeserPort Wilhelmshaven – Kokain: Zoll beschlagnahmt Drogen im Wert von halber Milliarde Euro
JadeWeserPort Zoll beschlagnahmte in Wilhelmshaven Kokain im Wert von halber Milliarde Euro Bisher war dieser Fund aus ermittlungstaktischen Gründen geheim geblieben: In Wilhelmshaven hat der Zoll mehr als acht Tonnen...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: JadeWeserPort Zoll beschlagnahmte in Wilhelmshaven Kokain im Wert von halber Milliarde Euro Bisher war dieser Fund aus ermittlungstaktischen Gründen geheim geblieben: In Wilhelmshaven hat der Zoll mehr als acht Tonnen Kokain in einem Seecontainer aus Sierra Leone sichergestellt. Mutmaßlichen Drahtziehern des Deals wurde eine Falle gestellt. 22 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ein Zollbeamter beim Einsatz in Wilhelmshaven Foto: German Customs Administration / EPA Im JadeWeserPort von Wilhelmshaven ist dem Zoll einer der größten Kokainfunde der vergangenen Jahre gelungen. Wie die Staatsanwaltschaft Aurich und die Generalzolldirektion in Köln mitteilen, seien mehr als acht Tonnen der Droge mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von rund 500 Millionen Euro sichergestellt worden.
Die Einzelheiten
Die Ladung war bereits am 9. Februar im JadeWeserPort gefunden worden. Bisher blieb der Fund aus ermittlungstaktischen Gründen geheim.
Laut den Ermittlern konnten durch die anschließende internationale Zusammenarbeit Mitte Mai zwei mutmaßliche Drahtzieher festgenommen werden. Dafür fingierten sie eine Containerübergabe in der spanischen Provinz Almería. Einer der Beschuldigten ist Geschäftsführer eines Importunternehmens.
Bild vergrößern Container mit Kokspaketen Foto: German Customs Administration / EPA Die Drogen befanden sich nach Angaben von Zoll und Staatsanwaltschaft in einem Seecontainer aus Westafrika, der laut Frachtpapieren mit Kakaobohnen beladen und für Spanien bestimmt war. Beim Röntgen fielen der Kontrolleinheit des Hauptzollamtes Oldenburg laut eigenen Angaben Unregelmäßigkeiten auf. Beamte entdeckten daraufhin mehr als 400 mit schwarzer Folie umwickelte Pakete.
Was Experten sagen
Jedes Paket enthielt den Angaben zufolge rund 20 hart gepresste Kokainblöcke. Die Täter hatten die Pakete mit GPS-Sendern versehen, um den Standort der Fracht jederzeit überwachen zu können. Um einen gewaltsamen Rückholversuch durch Kriminelle auszuschließen, wurde das Rauschgift unter strengen Sicherheitsvorkehrungen noch in Deutschland vernichtet.
Klingbeil kündigt Gesetz anBundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) würdigte den Erfolg als harten Schlag gegen den internationalen Drogenhandel. Der Vizekanzler dankte den Einsatzkräften und kündigte an, dem Kabinett in Kürze das sogenannte Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz vorzulegen. Der Zoll soll laut einem Referentenentwurf des Gesetzes neue technische und rechtliche Instrumente für den Kampf gegen die Organisierte Kriminalität erhalten.
Unter anderem sollen Zollbehörden demnach »in bedeutsamen Fällen« Aufgaben der Strafverfolgung übernehmen. Das Vorhaben ist nicht unumstritten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





