
Jobcenter Bremen: 906.000 Euro für »Kreativraum« – Geschäftsführer wird abberufen
Designermöbel in Bremer Büro 906.000 Euro für »Kreativraum« im Jobcenter – Geschäftsführer wird abberufen Unruhige Tage im Bremer Jobcenter: Kurz nach der fristlosen Kündigung eines Mitarbeiters wegen angeblicher...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Designermöbel in Bremer Büro 906. 000 Euro für »Kreativraum« im Jobcenter – Geschäftsführer wird abberufen Unruhige Tage im Bremer Jobcenter: Kurz nach der fristlosen Kündigung eines Mitarbeiters wegen angeblicher »Diffamierung« muss jetzt auch der Chef gehen – wegen zu teurer Möbel. 24 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Agentur für Arbeit in Bremen Foto: Sina Schuldt / dpa Nach Kritik an explodierenden Kosten in Höhe von fast einer Million Euro für einen Besprechungsraum hat der Geschäftsführer des Bremer Jobcenters seinen Posten verloren. Die Trägerversammlung entband Thorsten Spinn mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben, wie die Arbeitsagentur und das Arbeitsressort mitteilten.
Die Einzelheiten
Zur Trägerversammlung gehören Vertreter des Jobcenters, des Arbeits- und des Finanzressorts. Der sogenannte »Kreativraum« mit Designermöbeln kostete rund 906. Das stünde in keinem Verhältnis, kritisierte die Trägerversammlung, die nach eigenen Angaben nicht darüber informiert war.
000 Euro entfielen auf einen Raum für ein Projekt für Frauen in der Arbeitswelt. Bremens Arbeitssenatorin Claudia Schilling zeigte sich entsetzt. »Die vorliegenden Erkenntnisse haben das Vertrauen der Träger in die Geschäftsführung nachhaltig erschüttert«, sagte die SPD-Politikerin.
»Vor diesem Hintergrund war die Entscheidung erforderlich, Thorsten Spinn als Geschäftsführer abzuberufen. « Mehr zum Thema ZDF-Doku »System Bürgergeld: Leben ohne Leistung«: Jobcenter-Mitarbeiter wird nach Kritik an seinem Arbeitgeber entlassen Sozialstaatdebatte: Wie das Bürgergeld zum Schlachtfeld der Ideologen wurde Eine Analyse von Markus Dettmer Befragung der Bertelsmann Stiftung: Jeder zweite Bürgergeldbezieher sucht keinen Job Die Trägerversammlung kündigte an, über weitere organisatorische, personelle und haushaltsrechtliche Konsequenzen zu beraten und den Skandal vollständig aufzuklären. Das Jobcenter Bremen war schon Anfang der Woche in die Schlagzeilen geraten, als bekannt geworden war, dass einem Mitarbeiter nach Kritik an seinem Arbeitgeber fristlos gekündigt worden war.
Was Experten sagen
Fred Göcken hatte in der ZDF-Dokumentation »Am Puls mit Sarah Tacke – System Bürgergeld: Leben ohne Leistung? « die Vermutung geäußert, dass zwischen 30 und 40 Prozent der Bürgergeldempfänger keine wahren Angaben in ihren Anträgen machten. Die Stadt Bremen hat dem Mitarbeiter daraufhin wegen Diffamierung des Jobcenters gekündigt.
Der »FAZ« sagte Göcken, er wolle nun juristisch gegen die fristlose Kündigung vorgehen. Viele Bürgergeldempfänger suchen nach eigener Aussage selbst kaum oder gar nicht nach einer Anstellung, Hauptgrund sind gesundheitliche Probleme. 43 Prozent gaben an, noch nie ein Angebot vom Jobcenter bekommen zu haben.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





