
Klima: Türkei und Australien schlagen weltweite Elektrifizierungsquote von 35 Prozent vor
Neues Ziel der Klimadiplomatie Elektrifiziert alles, was geht Ein Newsletter von Arvid Haitsch Es gibt noch Fortschritte in der globalen Klimapolitik. Die Türkei und Australien wagen einen Vorstoß, der auch die...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Neues Ziel der Klimadiplomatie Elektrifiziert alles, was geht Ein Newsletter von Arvid Haitsch Es gibt noch Fortschritte in der globalen Klimapolitik. Die Türkei und Australien wagen einen Vorstoß, der auch die Deutschen zum Nachdenken über ihr Energiesystem bringen könnte. 36 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (8 Minuten) 8 Min X.
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Die Einzelheiten
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Alle Artikel Welchen Anteil, schätzen Sie, hat Strom am gesamten Endenergieverbrauch in Deutschland? – Hier kommt die Auflösung: Es ist etwa ein Fünftel. Erstaunlich wenig läuft elektrisch, wenn man bedenkt, wie stark sich die Energiediskussion um Strom dreht.
Viel zu wenig, wenn es nach Murat Kurum geht. Der türkische Umweltminister hat an diesem Dienstag in Bonn mit seinem australischen Kollegen Chris Bowen das Programm für die kommende Weltklimakonferenz vorgestellt , die im November in Antalya von der Türkei und Australien gemeinsam geleitet werden soll. Als Schlüsselinitiative schlug Kurum den Delegierten vor, die Weltgemeinschaft solle sich ein neues Ziel bis 2035 vornehmen: »Wir streben an, die Wende zu sauberer Energie zu beschleunigen, indem wir die weltweite Elektrifizierungsquote auf 35 Prozent anheben.
Was Experten sagen
«Logischer FortschrittEin Elektrifizierungsziel, das ist neu – und zugleich ein logischer Fortschritt der internationalen Klimaabkommen. Am Anfang stand die Vereinbarung, die Erderwärmung auf ein Maß zu begrenzen, an das sich die Menschen noch anpassen können. Daraus folgte, den Ausstoß von Treibhausgasen wie CO₂ zu stoppen.
Was wiederum den konkreten Schritt voraussetzt, das Verbrennen fossiler Brennstoffe wie Öl, Gas oder Kohle zu beenden. Dazu konnte sich die Weltklimakonferenz noch nicht durchringen; als das Thema auf der vorigen Konferenz 2025 bis zur Beschlussvorlage vorankam, wurde der Widerstand der Ölstaaten und anderer fossiler Interessen zu stark. Trotzdem könnte gerade jetzt die Zeit kommen, noch einen Schritt weiterzugehen: positiv formuliert, zum nahe liegenden Ersatz für fossile Energie, und der ist in aller Regel elektrisch.
Je konkreter die Konsequenzen werden, desto greifbarer werden sie auch im Alltag. In Australien hat sich eine Initiative »Electrify Everything« genannt, in der Bürger und Kommunen Praxistipps austauschen, wie sie ihr Leben elektrischer gestalten können. Statt einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor kann man ein E-Auto nehmen – oder noch besser die Bahn, wo der Elektroantrieb schon lange bewährt ist.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





