
Jochen Busse im Interview: „Ich musste begreifen: Wenn’s nicht geht, geht’s nicht“
Jochen Busse im Interview : „Ich musste begreifen: Wenn’s nicht geht, geht’s nicht“ Von Patrick Heidmann 12.07.2026, 17:39Lesezeit: 9 Min. Portrait von Jochen Busse, Schauspieler, Kabarettist, Moderator, im Café...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Jochen Busse im Interview : „Ich musste begreifen: Wenn’s nicht geht, geht’s nicht“ Von Patrick Heidmann 12. 2026, 17:39Lesezeit: 9 Min. Portrait von Jochen Busse, Schauspieler, Kabarettist, Moderator, im Café Reichard in Köln am 23.
Frank RöthJochen Busse ist ein Urgestein von Kabarett und Comedy, Theater und Fernsehen. Nun ist er 85 und beendet seine Karriere. Ein Gespräch über Sentimentalität, Klarheit im Kopf und seinen Umzug ins Altersheim.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Zum womöglich letzten großen Interview seiner Karriere hat Fernseh-, Comedy- und Kabarett-Urgestein Jochen Busse in ein alteingesessenes Café direkt am Kölner Dom gebeten. Erst seit ein paar Tagen lebt der 1941 in Iserlohn geborene Schauspieler wieder in der Stadt, in einer Seniorenresidenz gleich um die Ecke, die neben viel Kulturprogramm für die Bewohnerinnen und Bewohner auch stationäre Pflege anbietet. Für die Woche nach dem exklusiven Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung steht ihm nach langen Wochen voller Schmerzen ein größerer Eingriff im Krankenhaus bevor; die letzten beruflichen Verpflichtungen – Theaterabende sowie neue Dreharbeiten zur ARD-Reihe „Einspruch, Schatz!
“ – musste er absagen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Die letzten neuen Folgen, in denen Busse als Vater von Christine Urspruch zu sehen ist, werden im September ausgestrahlt.
Bei einem Spaghettieis spricht der dank Sendungen wie „7 Tage, 7 Köpfe“ und „Das Amt“ bis heute einem großen Publikum bekannte Fünfundachtzigjährige über den selbst gewählten Abschied nach 57 Jahren in der Unterhaltungsbranche und blickt noch einmal zurück auf seinen Lebensweg. Herr Busse, in der Presse war zu lesen, dass Sie an der Hüfte operiert werden und im Vorfeld dieses Eingriffs in eine Seniorenresidenz gezogen sind. Angefangen hat das Ganze vor einigen Wochen mit einem Leistenbruch.
Was Experten sagen
Der ist auch behandelt worden, und ich hatte gehofft, es würde mir drei Tage später wieder wie immer gehen. Entsprechend hatte ich noch allen Theatern meine anstehenden Termine bestätigt. Ich dachte, das ist eine Kleinigkeit, doch es wurde ein Aneurysma an der Hüfte festgestellt; deswegen die Operation.
Dass der behandelnde Professor zunächst gesagt hatte, das sei alles ganz problemlos, hat mich natürlich misstrauisch gemacht. Wobei ich letztlich immer schon misstrauisch bin, seit mir mal ein Oberarzt einer Hautklinik sagte, ich solle bloß nie zum Arzt gehen, wenn ich mal krank bin. Denn der Arzt müsse etwas finden, sonst sei er ja nicht gut.
Prompt ist es mir tatsächlich so ergangen. Ich habe 30 Jahre lang keinen Arzt gebraucht und bin noch nie operiert worden. Der Schritt, kurzentschlossen in ein Heim zu ziehen, erscheint unter diesen Umständen konsequent, dürfte aber kein leichter gewesen sein.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.



