
Jugendliche Nichtleser: Challenge Buchkauf
Jugendliche Nichtleser : Challenge Buchkauf Ein Kommentar von Uwe Ebbinghaus 10.07.2026, 11:13Lesezeit: 3 Min. Das Buch darf für Kinder und Jugendliche nicht zum Luxusgut werden.dpaZwar wurde noch nie alles gelesen, was...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Jugendliche Nichtleser : Challenge Buchkauf Ein Kommentar von Uwe Ebbinghaus 10. 2026, 11:13Lesezeit: 3 Min. Das Buch darf für Kinder und Jugendliche nicht zum Luxusgut werden.
dpaZwar wurde noch nie alles gelesen, was gekauft wird. Doch ist der Rückgang jugendlicher Bücherkäufer um fast ein Drittel alarmierend. Offenbar ist vergessen worden, wie leicht sich für Abhilfe sorgen lässt.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Für die meisten Besucher einer Buchhandlung ist es wohl eine Weile her, dass sie in der Schlange vor der Kasse auf einen Käufer von Gedrucktem im Alter zwischen zehn und fünfzehn Jahren geblickt haben. Doch diese Käufergruppe gibt es, und sie ist nicht klein. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels bezifferte die Zahl von Kindern und Jugendlichen, die im Jahr 2024 mindestens ein Buch, E-Book oder Hörbuch online oder stationär erwarben, auf der Grundlage von Zahlen des Marktforschungsinstituts Yougov auf 2,1 Millionen.
Gestern kam dann ein Paukenschlag aus Frankfurt: Im Jahr 2025 ist die Zahl der Buchkäufer im genannten Alter auf 1,4 Millionen geschrumpft, was einem Rückgang um etwa dreißig Prozent entspricht. Das klingt nach einer Horrormeldung. Die sozialen Medien dafür verantwortlich zu machen, liegt nahe, denn die Kinder und Jugendlichen, um die es geht, sind ebenjene, die mehrere Stunden am Tag in sozialen Medien verbringen.
Dass in dieser Hinsicht inzwischen eine Grenze überschritten wurde, trägt zu der anhaltenden Verbotsdiskussion über bestimmte Altersgrenzen bei. Wobei man zuletzt den Eindruck gewann, dass die vielen Expertenkommissionen, die sich dem Thema widmeten, über das Pochen auf „digitaler Teilhabe“ die analoge etwas aus dem Blick verloren haben. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
Was Experten sagen
bei Google bevorzugen Es wird viel gelesen – nur eben kein BuchDer Vorsteher des Börsenvereins, Sebastian Guggolz, machte für den Käuferschwund vor allem die deutsche Bildungspolitik verantwortlich und bezog sich dabei auf die jüngste, schon etwas in die Jahre gekommene IGLU-Studie, der zufolge ein Viertel der Grundschulabgänger nicht richtig und sinnerfassend lesen kann. Zwar wurden in vielen Bundesländern inzwischen Programme zur regelmäßigen Leseförderung in den frühen Klassen eingeführt, flächendeckend geschah dies jedoch nicht, und über die Grundschule geht sie in vielen Fällen nicht hinaus. Unverständlich war zuletzt auch die Entscheidung des Bildungs- und Familienministeriums, das klug gestrickte Programm „Lesestart 1-2-3“ zum Ende des Jahres auslaufen zu lassen.
Dieses sorgte dafür, dass jedes Kleinkind bei ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen ein Buchgeschenk erhielt. Es stärkte die entscheidende frühkindliche Bildung durch Vorleseimpulse, die in einer beiliegenden Broschüre noch vertieft wurden. Denn natürlich haben auch Eltern einen Einfluss darauf, dass Jugendliche den Bezug zum gedruckten Buch und das mit ihm verbundene vertiefte Lesen verlieren.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





