
Kevelaer: Gruppenarbeit zu fiktivem Bordell – NRW-Schulministerium kritisiert Aufgabe als ungeeignet
Sexualerziehung an Gymnasium in NRW Gruppenarbeit zu fiktivem Bordell – Schulministerium kritisiert Aufgabe als ungeeignet Einen »Puff für alle« sollten Achtklässler eines Gymnasiums in Kevelaer entwerfen. Das sorgte...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Sexualerziehung an Gymnasium in NRW Gruppenarbeit zu fiktivem Bordell – Schulministerium kritisiert Aufgabe als ungeeignet Einen »Puff für alle« sollten Achtklässler eines Gymnasiums in Kevelaer entwerfen. Das sorgte für Irritationen. Nun hat sich das zuständige Ministerium zu Wort gemeldet.
05 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Klassenzimmer (Symbolbild) Foto: Rupert Oberhäuser/ imago images/Rupert Oberhäuser Das Schulministerium in Nordrhein-Westfalen hat eine Unterrichtsaufgabe kritisiert, bei der die Schüler und Schülerinnen ein fiktives Bordell entwerfen sollten.
Die Einzelheiten
Die Achtklässler an einem Gymnasium im niederrheinischen Kevelaer sollten Medienberichten, darunter des WDR , zufolge im Fach Sexualerziehung in Gruppenarbeit ein Bordell mit dem Titel »Der neue Puff für alle« entwerfen. »Die Thematik ›Sexualität‹ bedarf in allen pädagogischen Zusammenhängen der besonders sensiblen Behandlung«, heißt es nun in der Antwort des Schulministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion. Daher müsse Unterrichtsmaterial zur Sexualerziehung sorgsam ausgewählt werden.
Vorfall wurde aufgearbeitetNeben der sachlichen und formalen Richtigkeit müsse auch geprüft werden, ob das Unterrichtsmaterial altersangemessen sei und zur Förderung der Handlungs- und Urteilskompetenz geeignet beitrage. »Diesen Anforderungen genügt das verwendete Material ›Der neue Puff für alle‹ eindeutig nicht«, folgerte das Ministerium. Die Schülerinnen und Schüler der achten Klasse des Kevelaerer Gymnasiums wurden Medienberichten zufolge dazu aufgefordert, mit einer Art Businessplan ein bestehendes Bordell zu modernisieren und ein »Freudenhaus der sexuellen Lebenslust« zu entwerfen.
Dabei sollten sie unter anderem das inhaltliche Angebot, die Gestaltung der Räume, die dort arbeitenden Personen sowie Werbung und Hinweise auf Preislisten konzipieren. Diese Aufgabenstellung hatte bei Eltern, in der Schulpflegschaft und in der Schulgemeinde zu Irritation geführt. Mehr zum Thema Reformvorstoß im Landtag: Wie NRW sein Schulsystem verbessern will Von Miriam Olbrisch Aufklärung in der Familie: »Ein Kind sollte bei der Einschulung auf der Sachebene wissen, was Sex bedeutet« Ein Interview von Annika Schultz Im Ministerium seien zu dem Vorfall drei Bürgerbeschwerden eingegangen, hieß es weiter.
Ähnliche Fälle seien der Landesregierung nicht bekannt. Im Fall des Kevelaerer Gymnasiums seien alle beteiligten Personen dafür sensibilisiert worden, »dass der Einsatz dieses Materials als eindeutig ungeeignet einzustufen ist«. Zugleich wies das Ministerium darauf hin, dass der Vorfall am Kevelaerer Gymnasium nach Darstellung der zuständigen Bezirksregierung innerhalb der Schulgemeinde zufriedenstellend aufgearbeitet worden sei.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.



