
Khamenei-begräbnis: Zeigt sich Irans neuer Machthaber erstmals öffentlich?
Khamenei-begräbnis : Zeigt sich Irans neuer Machthaber erstmals öffentlich? Von Friederike Böge, Istanbul 03.07.2026, 16:58Lesezeit: 4 Min. Frauen tragen am Freitag in Teheran ein Porträt des getöteten Führers Ali...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Khamenei-begräbnis : Zeigt sich Irans neuer Machthaber erstmals öffentlich? Von Friederike Böge, Istanbul 03. 2026, 16:58Lesezeit: 4 Min.
Frauen tragen am Freitag in Teheran ein Porträt des getöteten Führers Ali Khamenei. dpaDie Trauerfeier für den Obersten Führer Ali Khamenei soll eine Machtdemonstration sein. Doch die Führung in Teheran fürchtet noch immer um die Sicherheit des Nachfolgers.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Mehr als vier Monate nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ali Khamenei durch einen israelischen Luftangriff am ersten Tag des Irankrieges haben am Freitag die Zeremonien für seine Beerdigung begonnen. Eigentlich sehen islamische Riten vor, dass der Leichnam so schnell wie möglich begraben wird. Doch das Regime fürchtete lange, dass Israel und die Vereinigten Staaten die Trauerfeier für weitere Angriffe gegen die politische und militärische Führung nutzen könnten.
Ein weiterer Grund für die Verzögerung könnte die Verwundung des neuen Machthabers Modschtaba Khamenei gewesen sein, die möglicherweise erst ausheilen musste. Die entscheidende Frage ist nun: Wird der neue Oberste Führer zur Trauerfeier seines Vaters erscheinen? Es wäre sein erster öffentlicher Auftritt seit seiner Machtübernahme im März.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Zwei Lager berufen sich auf den Willen Ali KhameneisJe länger er sich im Verborgenen hält, umso schwieriger dürfte es für ihn werden, seine Autorität gegenüber der Revolutionsgarde zu festigen. Seine Abwesenheit schürt interne Machtkämpfe zwischen Gegnern und Befürwortern der Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten.
Was Experten sagen
Beide Lager nehmen für sich in Anspruch, den Willen des Obersten Führers zu repräsentieren. Der Streit kreist um einen Satz in einer schriftlichen Erklärung Khameneis. Er habe „im Grundsatz eine andere Meinung“ zu dem mit Washington ausgehandelten Memorandum.
Sollte der Sohn während der siebentägigen Zeremonie nicht erscheinen, werden Gerüchte ins Kraut schießen, wonach er womöglich gar nicht mehr am Leben ist. Bislang schweigt sich der Apparat über sein mögliches Erscheinen aus – auch das wohl aus Sicherheitsgründen. Ein anderer hat derweil die Trauerfeier zum Anlass genommen, um sich erstmals seit Kriegsbeginn in die Öffentlichkeit zu trauen: Der Oberkommandeur der Revolutionsgarde, Ahmad Vahidi, zeigte sich an Khameneis Sarg und nahm an einer Sitzung des Vorbereitungskomitees für die Beerdigung teil.
Federführend ist die Leibgarde des Führers, eine Spezialeinheit der Revolutionsgarde. Menschenmasse soll eine Demonstration der Stärke seinDer Kommandeur des Zentralkommandos der Streitkräfte, Ali Abdollahi, drohte den Vereinigten Staaten und Israel mit harscher Vergeltung, sollten sie die Zeremonien mit Drohungen oder Angriffen stören.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





