
Kiew greift mit Drohnen an: Über Moskau liegt ein Hauch von Kontrollverlust
Kiew greift mit Drohnen an : Über Moskau liegt ein Hauch von Kontrollverlust Von Friedrich Schmidt, Moskau 27.06.2026, 08:25Lesezeit: 7 Min. Rauch steigt am 18. Juni von der Moskauer Raffinerie im Stadtteil Kapotnja...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Kiew greift mit Drohnen an : Über Moskau liegt ein Hauch von Kontrollverlust Von Friedrich Schmidt, Moskau 27. 2026, 08:25Lesezeit: 7 Min. Juni von der Moskauer Raffinerie im Stadtteil Kapotnja auf.
EPAWladimir Putin wollte die Ukraine binnen weniger Tage einnehmen. Nun kann er nicht mal mehr seine Hauptstadt vor Drohnenangriffen schützen. Im Land breitet sich Kriegsmüdigkeit aus.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Für Juni ist es etwas kühl, aber trotzdem schwül, später wird es einen Gewitterplatzregen geben. Noch aber tanzen die Leute im Sokolniki-Park im Osten von Moskau. Laut dröhnen Schlager aus den Boxen rechts und links des kleinen Pavillons, im Playback, nur Gesang und Saxophon sind live.
„Wochen und Jahre sind verflogen, wohin, weiß niemand“, singt die Sängerin. „Wir waren mit ihnen unterwegs, finde mich an der Kreuzung zweier Wege. “ Auf dem Plätzchen vor dem Pavillon wippen Rentner, Mütter und Kinder im Viervierteltakt zu stampfenden Bässen.
Um den Springbrunnen daneben sind unterschiedlich große Plastikballons aufgestellt, aus deren Plastikkörben Plastikblumen hängen. Alles gehört zum jährlichen Veranstaltungsreigen „Moskauer Sommer“, der Bewohner und Besucher der russischen Hauptstadt erfreuen soll. Leichtigkeit ist Programm, abschalten, nicht nachdenken, den Moment genießen.
Was Experten sagen
Es gilt die inoffizielle Devise der Untertanengesellschaft: bloß keine Politik. Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. jetzt lesen Dabei steht nur wenige hundert Meter von dem Sommerkonzert entfernt seit Anfang Juni ein Flugabwehrgeschütz auf einem Wohnturm.
„Haus am Sokolniki“ heißt die Anlage nahe der gleichnamigen Metrostation. Das Dach des Gebäudes ragt nach allen Seiten über wie eine Hutkrempe, man sieht das Geschütz daher nicht von unten, und offen wird über solche Stationierungen nicht informiert. Aber jemand hat den Hubschrauber gefilmt, der das Geschütz an Seilen oder Ketten angeliefert und auf dem Dach abgestellt hat.
Flugabwehrbatterien machen Wohnhäuser zu militärischen ZielenAnhand dieser Aufnahmen, die sich auf dem Messenger Telegram verbreitet haben, vermuten Fachleute, dass es sich um eine Batterie des Panzir-SMD-E-Raketenkomplexes handelt, der Drohnen abwehren soll. Auf mindestens drei weiteren zivilen Gebäuden in Moskau stehen mittlerweile solche Geschütze. Zwei von ihnen sind Wohntürme wie das „Haus am Sokolniki“, das dritte ein Büroturm, der mit dem Ölkonzern Rosneft verbunden wird.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





