
Klingbeils Haushalt: Immer mehr Schulden schnüren dem Bund die Luft ab
Klingbeils Haushalt : Immer mehr Schulden schnüren dem Bund die Luft ab Ein Kommentar von Manfred Schäfers 05.07.2026, 10:44Lesezeit: 3 Min. Der Herr der Zahlen, der Herr der Schulden: Lars Klingbeil (SPD).dpaHohe...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Klingbeils Haushalt : Immer mehr Schulden schnüren dem Bund die Luft ab Ein Kommentar von Manfred Schäfers 05. 2026, 10:44Lesezeit: 3 Min. Der Herr der Zahlen, der Herr der Schulden: Lars Klingbeil (SPD).
dpaHohe Kredite für die Bundeswehr und Investitionen prägen die Finanzpolitik des Bundes. Das kann nicht ewig so weitergehen. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der Bundesfinanzminister hat pünktlich seine Haushaltspläne vorgelegt.
Die Einzelheiten
Aber noch besser wäre es, wenn die Finanzplanung von Lars Klingbeil auch solide wäre. Ein vertiefender Blick in das mehr als 1650 Seiten dicke Zahlenwerk lässt daran zweifeln. Doch der Reihe nach: Was ist geplant?
Was ist unvermeidlich? Der Kernhaushalt ist stark geprägt von dynamisch steigenden Ausgaben für die innere und äußere Sicherheit. Verteidigungsminister Boris Pistorius wird nach der Kabinettsvorlage, die die Bundesregierung an diesem Montag beschließen will, im nächsten Jahr über fast 110 Milliarden Euro verfügen können.
Hinzu kommen ein letztes Mal Mittel aus dem Sondervermögen Bundeswehr (30 Milliarden Euro). Bis 2030 wächst sein Einzelplan auf knapp 184 Milliarden Euro – die sogenannte Bereichsausnahme in der Schuldenregel macht es möglich. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
Was Experten sagen
bei Google bevorzugen Auch mit gut begründeten Krediten sind Zinslasten verbundenDer offene Krieg im Osten Europas, mit dem Putins Russland die Ukraine seit mittlerweile mehr als vier Jahren terrorisiert, ist Grund genug für eine sicherheitspolitische Zeitenwende. Eine überwiegende Finanzierung dieser Aufgabe mit Hilfe von Krediten ist für eine begrenzte Zeit sinnvoll. Kurzfristig lässt sich ein Bundeshaushalt nicht auf den Kopf stellen.
Steuererhöhungen zu diesem Zweck wären mit einem erheblichen wirtschaftlichen Kollateralschaden verbunden, der wiederum negativ auf den Bundeshaushalt durchschlagen würde, von den politischen Implikationen ganz zu schweigen. Doch das heißt nicht, dass man ewig ungebremst Schulden für die Truppe machen darf. Denn auch mit gut begründeten Krediten sind Zinslasten verbunden.
Alte und neue Schulden schnüren schon jetzt den Spielraum im Bundeshaushalt zunehmend ein. Dazu tragen die Sonderkredite bei, die für Investitionen in die Infrastruktur und Klimaneutralität geschaffen wurden. Anders als noch vor wenigen Jahren bekommt auch der Bund keinen Kredit mehr zum Nulltarif.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





