
Kneipensterben: Die Kneipe im Dorf lassen
Kneipensterben : Die Kneipe im Dorf lassen Von Markus Wehner, Rehungen 04.07.2026, 20:21Lesezeit: 9 Min. Siebte Generation: Wirtstochter Elisa Schmücking bringt Enzian an den Stammtisch.Daniel PilarStammtisch,...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Kneipensterben : Die Kneipe im Dorf lassen Von Markus Wehner, Rehungen 04. 2026, 20:21Lesezeit: 9 Min. Siebte Generation: Wirtstochter Elisa Schmücking bringt Enzian an den Stammtisch.
Daniel PilarStammtisch, Infobörse, Kulturhaus: Der „Thüringer Hof“ in Rehungen hält das Dorf zusammen. Seit 220 Jahren wird er von Familie Schmücking betrieben. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es ist Freitag Abend um kurz nach sieben, im „Thüringer Hof“ wird die zweite Runde Enzianschnaps ausgeschenkt.
Die Einzelheiten
Acht Männer und eine Frau sitzen am Stammtisch. Kneipenwirt Jörg Schmücking und seine Tochter Elisa wissen, wer wann kommt, wer wo sitzt und wer was trinkt. Unaufgefordert landet das richtige Bier, gezapft oder Flasche, am richtigen Platz.
Und auch die Enzianrunden gehören zum Ritual. An jedem Freitag ab 18 Uhr. Der „Thüringer Hof“ steht in Rehungen, einem Dorf im Landkreis Nordhausen an der Grenze zum Eichsfeld.
Knapp 300 Menschen leben hier. Eine Schule gibt es im Dorf nicht mehr, auch keinen Einkaufsladen. Dazu muss man ein paar Kilometer ins benachbarte Sollstedt fahren.
Was Experten sagen
Die Kneipe aber gibt es noch. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Seit mehr als 220 Jahren wird im „Thüringer Hof“ Bier ausgeschenkt.
So lange wird er schon von der Familie Schmücking betrieben. Ein Vorfahre heiratete in die Wirtsfamilie ein, im Jahr 1806 übernahm er den Gasthof. Vor Kurzem hat die Wirtsfamilie das Jubiläum gefeiert, mit rund zweihundert Gästen bis in die Nacht und eigens angefertigten Bierdeckeln.
Stammtisch statt ChatgruppeFrüher war eine Dorfkneipe nichts Besonderes, doch das hat sich geändert. Überall machen Kneipen dicht, Gründe dafür gibt es viele. Etwa weil die Kinder der Wirtsfamilien kein Interesse daran haben, das Lokal zu übernehmen, wie es im benachbarten Sollstedt gerade der Fall ist.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





