
Koblenz / Freudenberg: Teenager müssen für Mord an Luise Schmerzensgeld zahlen
Zivilprozess in Koblenz Teenager müssen für Mord an Luise Schmerzensgeld zahlen Zwei Mädchen haben 2023 die zwölfjährige Luise mit Dutzenden Messerstichen getötet. Anders als im Strafrecht war es nun in einem...
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Zivilprozess in Koblenz Teenager müssen für Mord an Luise Schmerzensgeld zahlen Zwei Mädchen haben 2023 die zwölfjährige Luise mit Dutzenden Messerstichen getötet. Anders als im Strafrecht war es nun in einem Zivilverfahren möglich, die Täterinnen zu belangen. 54 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Erinnerung an getötete Luisa (2023) Foto: Federico Gambarini / picture alliance / dpa Nach dem gewaltsamen Tod der zwölf Jahre alten Luise aus Freudenberg im Siegerland müssen die Mädchen, die die Tat gestanden hatten, eine hohe Summe Schmerzensgeld an die Familie des Opfers zahlen. Das hat das Landgericht Koblenz zum Ende eines Zivilverfahrens rund drei Jahre nach der Tat verkündet.
Die Einzelheiten
Ein Strafprozess fand wegen des jungen Alters der Beschuldigten von damals 12 und 13 Jahren nicht statt. Dem Gericht zufolge stehen den Eltern und der Schwester insgesamt 85. 000 Euro zu, für die Getötete kämen 40.
000 Euro hinzu, insgesamt beträgt die Höhe des Schmerzensgelds damit 125. Auch die Bestattungskosten in Höhe von rund 15. 000 Euro sollen die Beschuldigten übernehmen.
Hinzukämen noch Anwaltskosten der Familie. Damit entsprach die Entscheidung der Kammer weitgehend der Klage : Gefordert hatten die Kläger nach früheren Angaben des Gerichts 50. 000 Euro Schmerzensgeld für Luise sowie jeweils 30.
Was Experten sagen
000 Euro für die klagenden Angehörigen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. »Heimtückisch und aus niederen Beweggründen ermordet«»Nach dem Urteil der Kammer haben die beiden Beklagten am 11.
März 2023 Luise heimtückisch und aus niederen Beweggründen ermordet«, sagte eine Gerichtssprecherin. Bei den beiden beklagten Teenagern habe die Kammer die individuelle Verantwortungsreife und Einsichtsfähigkeit für das Unrecht ihrer Tat gesehen. Im Mittelpunkt des Prozesses stand vor allem die Frage, wie lange das Mädchen nach dem Angriff noch bei Bewusstsein war und wie groß ihr Leidensweg gewesen ist.
Dies gilt als entscheidend für die Höhe eines möglichen Schmerzensgelds. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Luise erhebliches Leid erfahren habe und mindestens wenige Minuten mit extremer Panik und Todesangst erlebte. Es sei davon auszugehen, dass der Todeskampf maximal 30 Minuten gedauert habe.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





