
Konjunktur: Ausländische Direktinvestitionen in Deutschland sinken zum achten Mal in Folge
Weniger Projekte Ausländische Investoren meiden Deutschland Schon zum achten Mal in Folge sinkt laut einer Studie die Zahl der in Deutschland angekündigten Direktinvestitionen. Weltweit habe sich die »Reformunfähigkeit«...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Weniger Projekte Ausländische Investoren meiden Deutschland Schon zum achten Mal in Folge sinkt laut einer Studie die Zahl der in Deutschland angekündigten Direktinvestitionen. Weltweit habe sich die »Reformunfähigkeit« des Landes herumgesprochen, warnen die Autoren. 45 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Wirtschaftszentrum Frankfurt: Kein Fels in der Brandung mehr Foto: Andreas Arnold / dpa Ausländische Unternehmen haben im vergangenen Jahr erneut weniger Investitionsprojekte in Deutschland angekündigt. Das geht aus einer Auswertung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervor.
Die Einzelheiten
Demnach sank die Zahl 2025 im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 548 Projekte. Es handele sich bereits um den achten Rückgang in Folge und den niedrigsten Stand seit 2009. »Das ist ein Alarmsignal für den Standort Deutschland«, sagte der Chef von EY in Deutschland, Henrik Ahlers.
Nach eigenen Angaben erhebt EY die Zahlen seit 2006. Erfasst würden Investitionsprojekte, »die zur Schaffung neuer Standorte und neuer Arbeitsplätze führen«, teilte die Gesellschaft mit. Angaben zum Investitionsvolumen machte EY nicht.
Die Zahlen für Deutschland basieren einem Sprecher zufolge unter anderem auf Daten von German Trade and Invest sowie auf eigenen Recherchen. Für andere Länder stützt sich EY ebenfalls auf eigene Recherchen sowie auf Daten nationaler Wirtschaftsförderungsinstitutionen und Behörden. Mehr zum Thema Autos, Maschinen, Chemie: Diese Grafiken zeigen, wie stark Deutschlands Industrie zurückfällt Von Benedikt Müller-Arnold und Alexander Trempler Die Bundesrepublik werde abgehängt, andere europäische Standorte entwickelten sich deutlich besser, sagte Ahlers.
Was Experten sagen
»In Deutschland wird seit Jahren über notwendige Reformen geredet – echte und wirksame Reformschritte gab es allerdings kaum. « Andere europäische Länder hätten in dieser Zeit ihre Hausaufgaben gemacht und beispielsweise die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung vorangetrieben, ihre Steuersysteme vereinfacht und attraktiver gestaltet. »In Deutschland bremsen die hohe Steuerbelastung, hohe Arbeitskosten, die teure Energie und gleichzeitig eine lähmende Bürokratie das Investitionsgeschehen«, sagte Ahlers.
Die »Reformunfähigkeit Deutschlands« habe sich inzwischen weltweit herumgesprochen. »Vom Image als starker Qualitätsstandort und ökonomischer Fels in der Brandung ist leider nicht viel übrig geblieben. « Es müsse dringend gegengesteuert werden.
Auch die Zahl der Investitionsprojekte deutscher Unternehmen im europäischen Ausland sank der Untersuchung zufolge im vergangenen Jahr massiv. Sie ging demnach um 24 Prozent auf 484 zurück – der stärkste Einbruch seit Beginn der Erhebung im Jahr 2006.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





