
Korruptionsvorwürfe: Scheinheiliger Milei
Korruptionsvorwürfe : Scheinheiliger Milei Von Tjerk Brühwiller 21.05.2026, 09:05Lesezeit: 5 Min. Argentiniens Präsident Javier Milei im März in New York.ReutersDer argentinische Präsident will den Staatshaushalt wie...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Korruptionsvorwürfe : Scheinheiliger Milei Von Tjerk Brühwiller 21. 2026, 09:05Lesezeit: 5 Min. Argentiniens Präsident Javier Milei im März in New York.
ReutersDer argentinische Präsident will den Staatshaushalt wie mit der Kettensäge kürzen. Dabei leben seine Minister im Luxus. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es war spät in Buenos Aires, aber auf dem X-Account von Javier Milei brannte am Osterwochenende noch Licht.
Die Einzelheiten
Der Präsident, der sich selbst gern als „Löwe“ inszeniert, feuerte ein digitales Gewitter ab. Vier Tage lang richtete sich seine Wut fast pausenlos gegen die Presse. 86 eigene und mehr als 800 geteilte Posts veröffentlichte Milei.
Er beschimpfte darin Journalisten als „dreckigen Abschaum“, als korrupte Schreiberlinge, als Teil einer finsteren Operation. „Wir hassen Journalisten nicht genug“, wiederholte er immer wieder. Ein weiterverbreiteter Post forderte gar, den Journalismus als „terroristische Organisation“ einzustufen.
Mileis Wutausbruch war auf den ersten Blick eine Reaktion auf eine Recherche über mutmaßliche russische Zahlungen an argentinische Journalisten und Influencer, die regierungskritische Inhalte verbreitet haben sollen. Doch gleichzeitig legte der Rundumschlag gegen die argentinischen Medien auch offen, wie blank Mileis Nerven lagen. Denn damals zeichnete sich am Horizont bereits ein Skandal ab, der Mileis Regierung unter Druck setzt und sein Versprechen, die korrupte politische „Kaste“ auszurotten, ernsthaft infrage stellt.
Was Experten sagen
Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. jetzt lesen Im Zentrum steht Manuel Adorni, Mileis Kabinettschef, früherer Regierungssprecher und einer seiner engsten Vertrauten. Gegen ihn wird wegen des Verdachts auf unrechtmäßige Bereicherung ermittelt.
Es geht um Immobilienkäufe, Barzahlungen, teure Reisen, um einen Lebensstil, der sich schwer mit einem offiziellen Gehalt erklären lässt. Besonders verheerend wirkt ein Detail, das wie für die politische Symbolik geschaffen ist. Adorni ließ sich in seinem Garten einen luxuriösen Pool mit Jacuzzi und Wasserfall bauen.
Ein Bauunternehmer sagte, Adorni habe für Arbeiten an seinem Haus 245. 000 Dollar in bar bezahlt, ohne Rechnung. Adorni weist die Vorwürfe zurück und spricht von einer politischen Operation.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




