
»Krisenszenarien beschreiben können wir hervorragend. Jetzt muss gehandelt werden«
Ex-Bundespräsident Gauck »Krisenszenarien beschreiben können wir hervorragend. Jetzt muss gehandelt werden« Joachim Gauck fordert von der schwarz-roten Regierung mehr Mut – und Reformen. Der Alt-Bundespräsident sagt:...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Ex-Bundespräsident Gauck »Krisenszenarien beschreiben können wir hervorragend. Jetzt muss gehandelt werden« Joachim Gauck fordert von der schwarz-roten Regierung mehr Mut – und Reformen. Der Alt-Bundespräsident sagt: »Dieses administrative Vor-sich-hin-Regieren zerstört Vertrauen«.
26 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Nimmt die Regierenden in die Pflicht: Ex-Bundespräsident Gauck Foto: Britta Pedersen / dpa Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck hat die schwarz-rote Koalition zu entschlossenen Reformen aufgefordert.
Die Einzelheiten
Dabei sind aus seiner Sicht Zumutungen unvermeidbar. »Jede echte Reform bringt Zumutungen mit sich. Wir brauchen eine politische Führung, die die Kraft aufbringt, der Bevölkerung zu erklären, warum wir diese Zumutungen akzeptieren müssen«, sagte Gauck der »Welt am Sonntag«.
»Die Parteien dürfen am Ende nicht wieder vor den eigenen Bedenken kapitulieren. « Die Bundesrepublik wartet nach seinen Worten auf Entschlossenheit der Politik. »Krisenszenarien beschreiben können wir hervorragend.
Jetzt muss gehandelt werden. Dann könnte es auch einen Stimmungsumschwung geben. « Gauck, von 2012 bis 2017 Bundespräsident, erwartet dabei, dass die Politik das »Gemeinwohl über Parteiinteressen« stellt.
Was Experten sagen
Mehr zum Thema Kritik am Konzept: Haben die Rentenreformer wirklich die Armen vergessen? Von Benjamin Bidder Mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen und die steigenden Umfragewerte der AfD sagte Gauck, in den vergangenen Jahren hätten sich »feste Milieus herausgebildet, die sich in einer gewissen Fremdheit gegenüber unserem Staat und der liberal geprägten offenen Gesellschaft eingerichtet haben«. Zudem sei »das Fehlen von stringenter Führung, gerade in Zeiten allgemeiner Verunsicherung, ein Grund für die Abwendung zahlreicher Wähler von den Parteien der demokratischen Mitte«.
Jeden AfD-Wähler pauschal zum Faschisten zu erklären, sei ein schwerer Fehler. Das eigentliche Hauptproblem ist ein psychologisches Bedürfnis nach Entlastung. « »Der Schaden geht ans Kernholz der Demokratie«Eine offene Gesellschaft und Führung sind laut Gauck kein Widerspruch.
»Viele Regierungsvertreter hatten sich einen Habitus des Abwartens und des Verwaltens angewöhnt, weil sie nicht durch Risikobereitschaft auffallen wollten«, sagte der 86-Jährige. »Dieses administrative Vor-sich-hin-Regieren zerstört Vertrauen, es eröffnet kein positives Bild von Zukunft. Der Schaden geht ans Kernholz der Demokratie.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





