
Kunstbiennale in Venedig: EU stoppt Förderung wegen Teilnahme Russlands
Streit über Teilnahme Russlands EU stoppt Förderung der Kunstbiennale in Venedig Trotz scharfer Kritik darf Russland erstmals seit 2022 wieder an der Biennale teilnehmen. Moskau freut sich bereits über die Rückkehr in...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Streit über Teilnahme Russlands EU stoppt Förderung der Kunstbiennale in Venedig Trotz scharfer Kritik darf Russland erstmals seit 2022 wieder an der Biennale teilnehmen. Moskau freut sich bereits über die Rückkehr in die Kunstwelt, die EU-Kommission zieht aus der Entscheidung nun Konsequenzen. 51 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Mit Schildern verwiesen Protestierende auf die russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine Foto: Manfred Segerer / picture alliance Die EU stoppt die Förderung der Kunstbiennale von Venedig wegen der umstrittenen Teilnahme Russlands. Die Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) habe nach der rechtlichen Bewertung und Empfehlung der EU-Kommission beschlossen, den laufenden, mit zwei Millionen Euro dotierten Zuschuss an die Fondazione La Biennale di Venezia zu beenden, teilte ein Kommissionssprecher in Brüssel mit.
Die Einzelheiten
»Kulturvorhaben, die mit europäischen Steuergeldern finanziert werden, sollten demokratische Werte wahren sowie offenen Dialog, Vielfalt und Meinungsfreiheit fördern – Werte, die im heutigen Russland nicht geachtet werden«, erläuterte der Sprecher. Die Kunstbiennale in Venedig zählt zu den wichtigsten internationalen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Mit dem Zuschuss half die EU bei der Unterstützung von Filmproduzenten und immersiver Technik.
Die Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur verwaltet Mittel für Bildung, Kultur, audiovisuelle Medien, Sport, Bürgerbeteiligung und Freiwilligenarbeit. Russland nimmt erstmals seit Beginn seiner Invasion in der Ukraine an der Kunstbiennale teil. Rund 50 vom russischen Staat handverlesene Künstler, darunter Musiker, Dichter und Philosophen, arbeiteten an dem Musik- und Performanceprojekt »Der Baum ist im Himmel verwurzelt«.
Zwar bleibt der Pavillon, der Eigentum des russischen Staates ist, für ein breites Publikum geschlossen. Besucher sehen aber draußen die Installation auf einem großen Bildschirm. Russland sieht die Teilnahme als Ende seiner kulturellen Isolation im Westen.
Was Experten sagen
Ukraine verweist auf Zerstörung zahlloser KulturdenkmälerSchon nach der Ankündigung hatte es Kritik gegeben. Verurteilt wurde die russische Kulturoffensive als Teil von Moskaus »hybrider Kriegsführung«. Die Ukraine protestierte gegen Russlands Teilnahme, auch weil im Zuge des Moskauer Krieges nach offiziellen Angaben Kyjiws mittlerweile Tausende Kulturdenkmäler und andere kulturelle Einrichtungen zerstört oder beschädigt wurden.
Außenminister Andrij Sybiha und Kulturministerin Tetjana Bereschna gaben an, dass die designierte Leiterin des russischen Pavillons Kontakte zur Rüstungsindustrie ihres Landes habe.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




