
Künstliche Intelligenz: Karsten Wildberger verteidigt Einsatz bei Reden und Artikeln
Pangram-Analyse Digitalminister Wildberger ließ offenbar Reden und Artikel von KI schreiben KI ist doch nur ein »unterstützendes Arbeitsmittel«: So verteidigt das Ministerium von Karsten Wildberger (CDU) die künstliche...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Pangram-Analyse Digitalminister Wildberger ließ offenbar Reden und Artikel von KI schreiben KI ist doch nur ein »unterstützendes Arbeitsmittel«: So verteidigt das Ministerium von Karsten Wildberger (CDU) die künstliche Formulierungshilfe bei Reden und Gastbeiträgen. Gar nicht nötig in so einem Fall. 03 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Karsten Wildberger auf dem Weg zu einer Rede Foto: Sebastian Christoph Gollnow / dpa Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat einem Medienbericht zufolge offenbar mehrere Reden sowie Gastbeiträge für große Zeitungen zu weiten Teilen von einer künstlichen Intelligenz (KI) schreiben lassen. Wie die »Zeit« berichtet , deutet darauf vieles nach einer Analyse mit der Software Pangram hin.
Die Einzelheiten
So stamme ein unter Wildbergers Namen im »Handelsblatt« veröffentlichter Artikel aus dem April 2026 fast vollständig von einer KI, ein Beitrag in der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung« (FAS) vom März zum überwiegenden Teil. Zudem habe die Pangram-Analyse ergeben, dass eine Rede vor dem Atlantic Council in Washington im Juli 2024 komplett von einer KI stamme, mehrere Reden im Bundestag zu größeren Teilen. Als Erkennungszeichen nennt die Wochenzeitung »sprachliche Konstruktionen, die typisch für KI-Texte sind«, etwa Gedankenstriche, Dreiklänge und Verneinungen.
Mit Pangram kann geprüft werden, ob ein Text von einer KI erzeugt wurde. Das Programm liefert aber keinen endgültigen Beweis. Laut »Zeit« gilt Pangram – das selbst auf einem KI-Modell basiert – als das zuverlässigste Tool zum Erkennen von KI-generiertem Text.
Studien liege die Fehlerquote bei höchstens zwei Prozent. Ministerium sieht KI als ein Hilfsmittel wie TextverarbeitungDas Bundesdigitalministerium bestätigte der »Zeit« einen Einsatz von KI. »Ja, auch Bundesminister Dr.
Was Experten sagen
Karsten Wildberger nutzt KI als Arbeitswerkzeug«, sagte ein Sprecher demnach. »Die genannten Texte wurden mit Unterstützung von KI erarbeitet. « Die Verantwortung liege aber stets beim Menschen, der »prüfen, ändern und entscheiden« müsse.
Gegenüber den Redaktionen von »Handelsblatt« und »FAS« habe das Ministerium den KI-Einsatz nicht offengelegt. Dies bestätigte der Sprecher: »Eine gesonderte Offenlegung gegenüber den Redaktionen erfolgte nicht – weil Minister Wildberger KI als unterstützendes Arbeitsmittel betrachtet, über dessen Nutzung man nicht anders Rechenschaft ablegt als über Textverarbeitung, Recherchetools oder redaktionelle Unterstützung. «Parallelen zu Mario Voigt, der sich ebenfalls von KI helfen ließAuch Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hatte kürzlich den Einsatz von KI in seiner Kommunikation eingeräumt .
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





