
Le Pens Kandidatur: Vorbestraft in den Élysée-Palast?
Le Pens Kandidatur : Vorbestraft in den Élysée-Palast? Ein Kommentar von Michaela Wiegel, Paris 08.07.2026, 14:48Lesezeit: 3 Min. Marine Le Pen am Dienstag beim Verlassen des Gerichts in ParisEPAMarine Le Pen will trotz...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Le Pens Kandidatur : Vorbestraft in den Élysée-Palast? Ein Kommentar von Michaela Wiegel, Paris 08. 2026, 14:48Lesezeit: 3 Min.
Marine Le Pen am Dienstag beim Verlassen des Gerichts in ParisEPAMarine Le Pen will trotz ihrer Verurteilung bei der Präsidentenwahl antreten. Die meisten Franzosen erwarten von ihren Politikern aber immer noch Redlichkeit. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Weichen für die französischen Präsidentenwahlen im nächsten Frühjahr sind gestellt.
Die Einzelheiten
Die Rechtspopulistin Marine Le Pen tritt zum vierten Mal an, obwohl das Pariser Berufungsgericht sie der Veruntreuung öffentlichen Geldes für schuldig gesprochen hat. Die Umfragefavoritin setzt darauf, dass das Rechtsempfinden der Franzosen nach der jahrelangen Serie von politischen Korruptionsskandalen so abgestumpft ist, dass ihr die Verurteilung nicht schadet. Der harte Kern ihrer Anhänger mag an ihre Beteuerungen glauben, dass sie unschuldig sei.
Aber für einen Großteil der Wähler dürfte es einen Unterschied machen, ob sie einer vorbestraften Kandidatin die Machtfülle französischer Präsidenten inklusive der Atombombe anvertrauen. Um die 50-Prozent-Hürde in der Stichwahlrunde zu überschreiten, braucht Le Pen mehr als ihre Kernwählerschaft. Frankreichs Wahlrecht ist mit dem der Vereinigten Staaten nicht zu vergleichen.
Le Pens Trump-Strategie ist mit großen Risiken behaftet. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Das Gericht ließ ihr die WahlDeshalb kommt es jetzt auf die nächste juristische Etappe an.
Was Experten sagen
Le Pen will nach eigenem Bekunden den Kassationshof anrufen. Dieser rollt den Fall nicht neu auf, sondern prüft, ob es zu Verfahrensfehlern gekommen ist. Solange der Kassationshof nicht entschieden hat, ist das Urteil des Berufungsgerichts nicht rechtskräftig.
Auf diese juristische Schonfrist setzt Le Pen. Sie rechnet offensichtlich damit, dass kein Richter es wagen wird, ihr mitten in der heißen Wahlkampfphase nächstes Jahr eine elektronische Fußfessel zu verpassen. Aber nach Aussagen ihres Parteisprechers, des Abgeordneten Jean-Philippe Tanguy, würde sie im Notfall auch mit einer Fußfessel den Wahlkampf fortsetzen.
Sollte sie in den Élysée-Palast gewählt werden, würde die Immunität greifen, die für die Dauer des Präsidentenmandats gilt. Die Richterinnen des Berufungsgerichts hatten Le Pen die Wahl gelassen. Obwohl sie in der Urteilsbegründung „die objektive Schwere“ der Veruntreuungen von EU-Geld hervorhoben, wandelten sie Le Pens erstinstanzliche Unwählbarkeitsstrafe in eine Bewährungsstrafe um.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





