
Lingen – Rosatom: Fabrik im Emsland darf Brennelemente mit Russland-Beteiligung herstellen
Trotz heftiger Kritik Fabrik im Emsland darf Brennelemente mit russischer Beteiligung herstellen In einer Fabrik in Lingen dürfen künftig Brennelemente russischer Bauart produziert werden, der russische Atomkonzern...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Trotz heftiger Kritik Fabrik im Emsland darf Brennelemente mit russischer Beteiligung herstellen In einer Fabrik in Lingen dürfen künftig Brennelemente russischer Bauart produziert werden, der russische Atomkonzern Rosatom ist mittelbar beteiligt. Grünenfraktionschefin Haßelmann bezeichnet den Deal als »unverantwortlich«. 38 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Betriebsgelände in Lingen Foto: Lars Penning / dpa Geschäfte mit dem russischen Atomkonzern Rosatom im emsländischen Lingen rufen harsche Kritik hervor. Eine Fabrik in der Stadt darf nach einer Entscheidung des niedersächsischen Umweltministeriums künftig Brennelemente russischen Typs herstellen .
Die Einzelheiten
Das französische Kernkraftunternehmen Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF) betreibt die Fabrik in Lingen. Es will sechseckige Brennelemente für Atomkraftwerke russischer Bauart produzieren. Dafür soll Technik des russischen Atomkonzerns TVEL verwendet werden, der zum Staatskonzern Rosatom gehört.
Grünenfraktionschefin Britta Haßelmann bezeichnete die Entscheidung, russische Atomgeschäfte trotz des Ukrainekriegs in Deutschland zu ermöglichen, als »unverantwortlich«. »Sie machen Deutschland und Europa abhängig, erpressbar und füllen Putins Kriegskassen. «Nachrichtendienste warnten ständig, dass es keine Abhängigkeit durch Geschäfte mit Russland mehr geben dürfe, sagte Haßelmann.
»Wir alle kennen die Risiken von Spionage, Sabotage und Desinformation durch Russland und durch seinen Angriffskrieg auf die Ukraine, der eine massive Gefahr für ganz Europa darstellt. « Merz müsse jedwede Kooperation in Atomgeschäften mit Russland konsequent stoppen. Umweltminister hält Entscheidung für »grundfalsch«Selbst der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer (Grüne) kritisiert die Zusammenarbeit scharf.
Was Experten sagen
Er halte Geschäfte mit dem russischen Atomkonzern politisch für »grundfalsch«, wie er der Nachrichtenagentur dpa sagte. Abhängigkeiten von Russland müssten gerade im sensiblen Nuklearsektor verringert werden. Das Land habe den Antrag nach dem Atomgesetz jedoch nicht ablehnen können.
Der Bund sei zum Ergebnis gekommen, dass keine ausreichenden Risiken durch mögliche Spionage oder Sabotage vorliegen. Niedersachsen handele in dem Verfahren demnach im Auftrag des Bundes und war an dessen Einschätzung gebunden. Die Genehmigung des niedersächsischen Umweltministeriums erfolgte unter strengen Sicherheitsauflagen.
Dazu gehört ein grundsätzliches Zutrittsverbot für Beschäftigte von TVEL und Rosatom. Russische Maschinen und Software müssen demnach extern überprüft und von der übrigen IT der Fabrik getrennt werden. Aus Russland gelieferte Brennstäbe sollen vollständig auf Manipulationen kontrolliert werden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




