
Marla-Svenja Liebich: Neonazi nach Auslieferung in Männergefängnis verlegt
Entscheidung in Sachsen Neonazi Liebich in Männergefängnis verlegt Nach der Auslieferung aus Tschechien wurde Marla Svenja Liebich zunächst in ein Frauengefängnis gebracht. Dort soll der Neonazi seine Freiheitsstrafe...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Entscheidung in Sachsen Neonazi Liebich in Männergefängnis verlegt Nach der Auslieferung aus Tschechien wurde Marla Svenja Liebich zunächst in ein Frauengefängnis gebracht. Dort soll der Neonazi seine Freiheitsstrafe wegen Rechtsextremismus jedoch nicht absitzen. 46 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Neonazi Liebich Foto: Hendrik Schmidt / dpa Der verurteilte Rechtsextremist Marla Svenja Liebich soll seine Freiheitsstrafe in einem Gefängnis für Männer verbüßen. Das habe die Anstaltsleitung im Frauengefängnis in Chemnitz entschieden, teilte das sächsische Justizministerium mit.
Die Einzelheiten
2025 war bekannt geworden, dass Liebich den Geschlechtseintrag von männlich zu weiblich hatte ändern lassen, was Kritiker für eine Provokation hielten. Nach der Auslieferung von Tschechien nach Deutschland am Mittwoch war der Neonazi zunächst in das Frauengefängnis in Chemnitz gebracht worden. Noch am selben Tag sei Liebich in die Justizvollzugsanstalt Zeithain im Landkreis Meißen verlegt worden, hieß es nun.
Abwägung maßgeblicher Aspekte»Gut, dass die JVA schnell Klarheit geschaffen und sich nicht auf Inszenierungen eingelassen hat«, sagte Sachsens Justizministerin Constanze Geiert (CDU). Die Entscheidung der Anstaltsleitung wurde demnach unter anderem nach einem Gespräch mit Liebich und einer Untersuchung getroffen. In der Abwägung maßgeblicher Aspekte sei es auch um die Sicherheit der Frauen im Justizvollzug in Chemnitz gegangen, hieß es.
Seit Liebichs Ankunft in der JVA Chemnitz ist die sächsische Justiz für ihn zuständig. Die Staatsanwaltschaft Halle bleibt jedoch die zuständige Vollstreckungsbehörde für den Fall Liebich. Dort habe man auch schon vor der Entscheidung zur Verlegung von Liebich mit den Verantwortlichen in Chemnitz in engem Austausch gestanden, sagte Oberstaatsanwalt Dennis Cernota.
Was Experten sagen
Dass Liebich nun nach Zeithain gebracht wurde, sei auch das Ergebnis aus einem engen Austausch zwischen allen beteiligten Behörden – auch denen in Tschechien. Im Juli 2023 war der Rechtsextremist – damals noch als Mann mit dem Vornamen Sven – vom Amtsgericht Halle wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Ursprünglich sollte Liebich die Haft schon Ende August 2025 antreten.
Gegen Auslieferung gewehrtIn der Zwischenzeit hatte Liebich seinen Geschlechtseintrag von männlich auf weiblich und den Vornamen in Marla Svenja ändern lassen. Kritiker sprachen von einem Missbrauch des Selbstbestimmungsgesetzes. Vor dem Amtsgericht in Halle steht derzeit noch eine Entscheidung darüber aus, ob die Änderungen rückgängig gemacht werden können.
Der Saalekreis hatte nach eigenen Angaben im Dezember 2025 rechtliche Schritte für eine Berichtigung des Eintrags eingeleitet.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





