
Marla Svenja Liebich: Tschechisches Landgericht ordnet Auslieferung an
Gerichtsentscheidung in Tschechien Neonazi Liebich soll ausgeliefert werden Neonazi Marla Svenja Liebich sitzt in einem Gefängnis in Tschechien. Nun hat das Landgericht in Pilsen angeordnet, dass der verurteilte...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Gerichtsentscheidung in Tschechien Neonazi Liebich soll ausgeliefert werden Neonazi Marla Svenja Liebich sitzt in einem Gefängnis in Tschechien. Nun hat das Landgericht in Pilsen angeordnet, dass der verurteilte Rechtsextremist nach Deutschland ausgeliefert werden soll. 28 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Liebich in Pilsen vor Gericht Foto: Michal Cizek / Der verurteilte Rechtsextremist Marla Svenja Liebich soll von Tschechien nach Deutschland ausgeliefert werden. Das hat das Landgericht im tschechischen Pilsen angeordnet, wie die Nachrichtenagentur dpa und das tschechische Portal »Deník N« berichten.
Die Einzelheiten
Liebich gab im Laufe der Verhandlung an, nicht ausgeliefert werden zu wollen. Nun hat er einige Tage Zeit, um Beschwerde gegen die Entscheidung einzureichen. Die Auslieferung ist also noch nicht rechtskräftig.
Über eine mögliche Beschwerde von Liebich müsste das Oberlandesgericht in Prag entscheiden. Auch die tschechische Staatsanwaltschaft hat die Möglichkeit, Beschwerde einzulegen. Vor Verkündung der Entscheidung hatte Liebich einen Befangenheitsantrag gegen die Vorsitzende Richterin gestellt, dieser wurde jedoch abgelehnt.
Neonazi Liebich war nach monatelanger europaweiter Fahndung am 9. April dieses Jahres im tschechischen Schönbach bei Asch nahe der Grenze zu Deutschland festgenommen worden. Vor dem Landgericht in Pilsen hatte Liebich ausgesagt, nicht nach Deutschland gebracht werden zu wollen, weil er unter anderem Angst habe, in einem deutschen Männergefängnis ums Leben zu kommen.
Was Experten sagen
Derzeit sitzt der 55-Jährige in sogenannter vorläufiger Auslieferungshaft im Gefängnis von Pilsen, einer Stadt im Westen Tschechiens. Die Bedingungen dort gelten als hart. Liebich könnte schnell ausgeliefert werdenLiebich hatte die Auslieferung nach seiner Festnahme in Tschechien abgelehnt.
Auf deutscher Seite hatte die zuständige Staatsanwaltschaft Halle in Sachsen-Anhalt daraufhin einen Antrag auf Auslieferung gestellt. Dem Antrag hat das Landgericht in Pilsen nun stattgegeben. Sobald die Entscheidung über die Auslieferung rechtskräftig ist, soll Liebich an die deutschen Behörden übergeben und in die Justizvollzugsanstalt nach Chemnitz gebracht werden.
Es ist anzunehmen, dass nach Eintreten der Rechtskraft nur wenige Tage vergehen, bis Liebich ausgeliefert wird. Der Rechtsextremist wurde in Deutschland im Juli 2023 – damals noch mit dem Vornamen Sven – vom Amtsgericht Halle wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt. Nach der Verurteilung hatte Liebich das Geschlecht von männlich auf weiblich ändern lassen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





