
»Maskenmann«: Martin Ney in Nantes zu lebenslanger Haft wegen Mordes an Jonathan C. verurteilt
Urteil in Nantes »Maskenmann« zu lebenslanger Haft wegen Mordes an Jonathan C. verurteilt Jahrelang hat er Kinder sexuell missbraucht, mehrere Jungen ermordete er. Nun wurde der »Maskenmann« für den Mord an dem...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Urteil in Nantes »Maskenmann« zu lebenslanger Haft wegen Mordes an Jonathan C. verurteilt Jahrelang hat er Kinder sexuell missbraucht, mehrere Jungen ermordete er. Nun wurde der »Maskenmann« für den Mord an dem zehnjährigen Jonathan C.
in Nantes verurteilt. 15 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Zeichnung des Angeklagten am ersten Prozesstag Foto: ZZIIGG / Unter dem Namen Martin Ney ist er vermutlich den wenigsten Menschen ein Begriff, doch als »Maskenmann« hatte er die Menschen in Deutschland jahrelang in Angst und Schrecken versetzt. Ney ist verurteilter Sexualstraftäter und Mörder dreier Kinder und wurde in Deutschland bereits zu lebenslanger Haft verurteilt. Seit zwei Wochen stand er erneut in Frankreich vor Gericht.
Dem 55-Jährigen wurde ein weiterer Mord an einem Kind vorgeworfen. Nun ist Ney auch in Nantes zu lebenslanger Haft verurteilt worden, wie mehrere französische Medien übereinstimmend berichten. Damit entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft.
Ney stand im Verdacht, im Jahr 2004 den zehn Jahre alten Jonathan C. aus einem Schullandheim im westfranzösischen Saint-Brévin-les-Pins entführt und getötet zu haben. Die Leiche des Jungen, unbekleidet, gefesselt und mit einem etwa 20 Kilogramm wiegenden Stein beschwert, war sechs Wochen nach der Entführung in einem Teich entdeckt worden.
Was Experten sagen
Jahrelang und auch am ersten Prozesstag hatte Ney die Schuld von sich gewiesen und gesagt, er habe es nicht getan. Mehr zum Thema Prozess in Nantes: »Maskenmann« steht in Frankreich vor Gericht – und weist Mordvorwurf zurück Neuer Verdacht gegen Serienmörder Martin Ney: Der »Maskenmann«, sein Mithäftling und noch ein totes Kind Von Rafael Buschmann, Petra Truckendanner und Michael Wulzinger Nach Auslieferung des Schwerverbrechers: »Maskenmann« zurück in Deutschland Von Rafael Buschmann und Michael Wulzinger In Deutschland hatte der »Maskenmann« jahrelang kleine Jungen missbraucht und drei von ihnen im Alter von acht, neun und 13 Jahren ermordet. Zahlreiche weitere Kinder hat er missbraucht.
Zwischen 1992 und 2001 schlich der Pädagoge sich in Norddeutschland nachts maskiert an die Betten seiner Opfer. Im Februar 2012 verurteilte ihn das Landgericht Stade zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe, die er in Celle verbüßte, und stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Ney wurde im Jahr 1970 in Bremen geboren, er ist ein ehemaliger Kinderbetreuer und alleinerziehender Pflegevater eines Sohnes.
Ney konnte angeklagt werden, weil er gestanden hatte, nachdem sich zwei Polizeibeamte elf Stunden lang mit ihm unterhalten hatten. Lange führte der Mann ein Doppelleben, ohne dass jemand Verdacht schöpfte. Tagsüber kümmerte er sich als Betreuer auf Ferienfreizeiten und in Heimen um seine Schützlinge.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





