
Megalith-Gräber in Deutschland: Neue Studie zu Sex und Familiengründung in der Steinzeit
DNA-Analysen Was große Steingräber über Sex in der Steinzeit verraten Ein Forschungsteam hat Knochen aus sechs Megalith-Gräbern untersucht und dabei einiges über Familie und Mobilität in der Vorzeit gelernt. Manche der...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: DNA-Analysen Was große Steingräber über Sex in der Steinzeit verraten Ein Forschungsteam hat Knochen aus sechs Megalith-Gräbern untersucht und dabei einiges über Familie und Mobilität in der Vorzeit gelernt. Manche der genetischen Erkenntnisse allerdings geben Rätsel auf. Von Guido Kleinhubbert 21.
20 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Megalithanlage »Lübbensteine« bei Helmstedt: »Substanzieller Kontakt zwischen den einzelnen megalithischen Gemeinschaften« Foto: imageBROKER / Norbert Neetz / IMAGO Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
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War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Es gibt weltweit nur wenige prähistorische Monumente, die so bekannt sind wie Stonehenge.
Der Steinkreis in der südenglischen Grafschaft Wiltshire, der als Kult-Anlage und Begräbnisort diente, wurde vor etwa 4500 Jahren errichtet und besteht unter anderem aus sieben Meter hohen Sandsteinblöcken. Die Steine, von denen einige weit über 20 Tonnen wiegen, wurden teilweise über weite Strecken herangeschafft und dann aufgerichtet: eine Leistung, die zu den größten Mysterien der Weltgeschichte zählt. Doch so einzigartig Stonehenge mit Blick auf seine Ausmaße und den dahinter stehenden Aufwand sein mag – die Idee, tonnenschwere Sandsteine oder Findlinge kilometerweit zu befördern und zum Bau von Ritualanlagen oder Grabstätten zu nutzen, war damals alles andere als neu und einzigartig.
Was Experten sagen
Tatsächlich brachte die sogenannte europäische Megalithkultur schon zuvor Hunderte, wenn nicht gar Tausende ähnlicher, allerdings kleinerer Kultanlagen und Gräber hervor, viele davon in Deutschland. Ein Team um den Biochemiker und Archäologen Ben Krause-Kyora von der Christian-Albrecht-Universität in Kiel hat einige der darin gefundenen menschlichen Knochen genau untersucht – und dabei etliche überraschende Entdeckungen gemacht, die von Sex und Familiengründung in der Steinzeit erzählen. 225 Kilometer zwischen Vater und SohnDie Forschenden, deren Arbeit jetzt im Magazin »Science« veröffentlicht wurde, nahmen sich Überreste von insgesamt 203 Menschen aus sechs megalithischen Gräbern aus dem vierten Jahrtausend vor Christus vor.
Es handelt sich dabei um die Anlagen von Altendorf, Niedertiefenbach und Züschen in Hessen, Sorsum in Niedersachsen sowie Rimbeck und Warburg in Nordrhein-Westfalen, die jeweils Platz für zahlreiche Tote boten und von bäuerlichen Gemeinschaften betrieben wurden. Wie das Forschungsteam durch Gen-Analysen herausfand, waren die Menschen an den sechs Orten teils miteinander verwandt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




