
Merz und die Gründer: Plötzlich Start-up-Kanzler?
Merz und die Gründer : Plötzlich Start-up-Kanzler? Von Stephan Finsterbusch , Julia Löhr , Maximilian Sachse 22.07.2026, 17:29Lesezeit: 4 Min. „Beeindruckende Dynamik“: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) lobt den Mut...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Merz und die Gründer : Plötzlich Start-up-Kanzler? Von Stephan Finsterbusch , Julia Löhr , Maximilian Sachse 22. 2026, 17:29Lesezeit: 4 Min.
„Beeindruckende Dynamik“: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) lobt den Mut junger Gründer. dpaFriedrich Merz freut sich über den wachsenden deutschen Start-up-Sektor. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) spricht von einer „Gründungswelle“.
Die Einzelheiten
Doch die Start-up-Strategie der Regierung muss den Realitätstest bestehen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In der deutschen Start-up-Branche hatte man lange nicht den Eindruck, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Start-ups zur „Chefsache“ erklärt hat. Doch auf der Suche nach guten Nachrichten für den Wirtschaftsstandort Deutschland hat Merz die Branche zuletzt immer wieder hervorgehoben.
„Der Start-up-Verband hat in dieser Woche Halbjahreszahlen bekannt gegeben, die uns wirklich sehr positiv stimmen sollten“, sagte Merz etwa in seiner Regierungserklärung Anfang Juli im Bundestag. Tatsächlich wurden den Daten zufolge zwischen Januar und Juni 3053 Start-ups gegründet – eine Steigerung um 52 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 und mehr Gründungen als im gesamten Jahr 2024. Merz sprach von einer „beeindruckenden Dynamik“ und lobte den Mut junger Gründer.
Am Mittwoch legte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nach und präsentierte die von der Branche lange erwartete Start-up-Strategie. Auf 60 Seiten werden die darin rund 150 Maßnahmen aufgelistet, mit denen die Finanzierung von Start-ups verbessert, Ausgründungen erleichtert und Bürokratie abgebaut werden sollen. Deutschland erlebe eine „Gründungswelle“, sagte Reiche.
Was Experten sagen
Dies gelte es zu unterstützen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Ist also alles gut in Start-up-Deutschland und die Zukunft der Volkswirtschaft gesichert?
Ganz so einfach ist es nicht. Mehr Nachfrage nach Wachstumskapital, aber weniger AngebotDie Gründungszahlen sind zwar ein wichtiger Indikator dafür, wie es einem Start-up-Ökosystem geht. Aber schon in der Vergangenheit mangelte es Gründern nicht an Ideen, sie schafften es nur zu selten, daraus kommerziell erfolgreiche Unternehmen zu machen und mit diesen zu expandieren.
Das liegt zum einen am fragmentierten europäischen Binnenmarkt, aber auch an einem Mangel an Kapital in späteren Unternehmensphasen. „Erfreulich viele Start-ups haben in den vergangenen Jahren Frühphasenkapital erhalten“, sagt der Technologieinvestor Alexander Kudlich. Er saß lange im Vorstand der Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet, die in den 2010er-Jahren Start-ups wie Zalando oder Hellofresh zu erfolgreichen Konzernen aufbaute.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




