
Mikromobilität: Risiko auf zwei kleinen Rollen
Mikromobilität : Risiko auf zwei kleinen Rollen Von Bernhard Biener 02.07.2026, 06:18Lesezeit: 6 Min. Eine von mehr als zehn Millionen Fahrten im Jahr 2025: E-Scooter sind in Frankfurt beliebt.Stefan NielandSteigende...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Mikromobilität : Risiko auf zwei kleinen Rollen Von Bernhard Biener 02. 2026, 06:18Lesezeit: 6 Min. Eine von mehr als zehn Millionen Fahrten im Jahr 2025: E-Scooter sind in Frankfurt beliebt.
Stefan NielandSteigende Unfallzahlen, blockierte Bürgersteige, hohe Nutzerzahlen: E-Scooter sind beliebt und umstritten. Zeit, sie als Verkehrsmittel ernst zu nehmen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es stimmt schon.
Die Einzelheiten
Gegen die gebückte Haltung auf dem Fahrrad, das noch dazu anstrengende Beinarbeit erfordert, sieht das lässige Herumstehen auf dem E-Scooter cool aus. Vielleicht sogar „gangstermäßig“ cool, falls man nicht stürzt, weil man in einer Hand ein Handy – oder eine Pistole hält. Das könnte eine bemerkenswerte Begründung erklären, mit der die belgische Hauptstadt Brüssel von 2027 an das Verleihgeschäft mit den Elektrotretrollern verbietet.
Neben den üblichen Bedenken wegen der Verletzungsgefahr für die Nutzer selbst und durch auf Gehwegen herumliegende Roller für andere heißt es außerdem, E-Scooter seien voriges Jahr bei 25 Schießereien eingesetzt worden. Wenn in Deutschland über Elektrotretroller diskutiert wird, spielt die kriminelle Nutzung normalerweise keine Rolle. Obwohl E-Scooter schon nach einem Überfall auf einen Juwelier in Dessau und einem Einbruch in eine Offenbacher Apotheke als Fluchtfahrzeug genutzt worden sind.
Aber dem bösen Zweck könnte auch jedes andere Gefährt dienen. Warum E-Scooter gerade wieder im Gespräch sind, liegt vielmehr an der von der Polizei veröffentlichten Unfallstatistik. Während sich in Hessen die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle 2025 um 2,3 Prozent erhöht hat, bedeuteten die 1500 Unfälle mit Elektrorollern einen Anstieg um 40 Prozent.
Was Experten sagen
Die Zahl der Verletzten erhöhte sich um 42 Prozent. Schon 2024 hatten die E-Scooter-Unfälle mit Verletzten in ganz Deutschland um 26 Prozent zugenommen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Die Ausnahme Armin LaschetDas fördert nicht gerade das Image der Elektrokleinstfahrzeuge, die 2019 mit einer entsprechenden Verordnung kurzfristig als neue Fahrzeugklasse des Straßenverkehrs erlaubt worden sind. Wobei die Haltung viel von der Zielgruppe abhängt. Auf Leih-Elektroroller greifen gerade jüngere Leute wie selbstverständlich zurück.
Der frühere nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet ist da mit 65 Jahren eher eine Ausnahme. Er hat sich zwar im April bei einem E-Scooter-Unfall die Schulter gebrochen, findet das Gefährt aber für den kurzen Weg von seiner Wohnung zum Bundestag immer noch praktisch, wie er in einer Talkshow sagte. Vor allem viele Ältere können sich hingegen nicht vorstellen, mit einem Elektrotretroller zu fahren, und stören sich deshalb besonders daran, wenn sie verbotenerweise durch Fußgängerzonen fahren oder im Weg liegen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





