
Mülheim an der Ruhr: Klima-Aktivisten blockieren Werk von Panzerbauer KNDS
Protest in Mülheim an der Ruhr Klimaaktivisten blockieren Werk von Panzerbauer KNDS Beim Klimacamp in Hamm protestieren Menschen gegen das zaghafte Tempo bei der Dekarbonisierung. Einige Aktivisten fahren 90 Kilometer...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Protest in Mülheim an der Ruhr Klimaaktivisten blockieren Werk von Panzerbauer KNDS Beim Klimacamp in Hamm protestieren Menschen gegen das zaghafte Tempo bei der Dekarbonisierung. Einige Aktivisten fahren 90 Kilometer nach Westen zu einem Panzerbauer. Auch die Gleise zu einem Rohrwerk werden zeitweise lahmgelegt.
57 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Protestaktion vor dem KNDS-Werk Foto: Henning Kaiser / dpa Aus Protest gegen die CO₂-intensive Stahlproduktion haben Klimaaktivisten ein Werk des Panzerbauers KNDS und ein Werk eines Pipeline-Herstellers in Mülheim an der Ruhr blockiert.
Die Einzelheiten
Der Zugang zu der früheren Friedrich-Wilhelms-Hütte sei versperrt und der Schichtwechsel verhindert worden, sagte eine Sprecherin des Aktionsbündnisses Ende Gelände in der Ruhrgebietsstadt und berichtete von 200 Menschen, die sich an der Aktion beteiligten. Die Polizei bestätigte eine unangemeldete Versammlung an dem Werk und sprach von 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Firmenzufahrt werde blockiert, sagte ein Polizeisprecher.
Man sei mit Einsatzkräften vor Ort. Stahl werde mit Unmengen von Kohle und Gas hergestellt – er sollte nicht für Panzer, sondern für Windräder oder Eisenbahn-Schienen genutzt werden, sagte die Ende-Gelände-Sprecherin. Wer auf fossile Energie setze, setze auf die Abhängigkeit von Autokraten, die mit den Einnahmen Kriege finanzierten.
»Hier, wo bis vor einigen Jahren noch Rotornaben für Windräder vom Produktionsband liefen, wird nun wieder voll auf Panzerstahl gesetzt, und zwar mit Unmengen von fossilem Gas. « Auch Blockade vor Pipeline-WerkWenig später zogen Aktivistinnen und Aktivisten zum Mülheimer Werk der Firma Europipe, die Rohre für Pipelines herstellt. Mit weiteren 200 Menschen habe man Schienen blockiert, auf denen das Werk beliefert wird.
Was Experten sagen
Personengleise seien nicht betroffen. Laut Polizei waren dort etwa 100 Protestierende. Mitarbeitende konnten in das Werk hinein- und hinausgehen, die Blockade galt nur den Gleisen.
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Auf dem Hammer Klimacamp versammelten sich am Freitagmorgen einige Hundert Menschen und zogen in Begleitung der Polizei in Richtung Innenstadt. Laut Polizei waren es 300.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





