
Nach dem Berufungsurteil: Le Pen sprach vom „politischen Tod“ – und sieht sich nun neugeboren
Nach dem Berufungsurteil : Le Pen sprach vom „politischen Tod“ – und sieht sich nun neugeboren Von Michaela Wiegel, Paris 08.07.2026, 14:49Lesezeit: 6 Min. Marine Le Pen bei ihrem ersten Wahlkampftermin, einem...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Nach dem Berufungsurteil : Le Pen sprach vom „politischen Tod“ – und sieht sich nun neugeboren Von Michaela Wiegel, Paris 08. 2026, 14:49Lesezeit: 6 Min. Marine Le Pen bei ihrem ersten Wahlkampftermin, einem Marktbesuch in La Flèche am MittwochReutersNach einem Gerichtsurteil darf die Französin 2027 doch für das Präsidentenamt kandidieren.
Mit einer christlichen Pose startet sie in den Wahlkampf. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Sie glaube an Wunder, hatte Marine Le Pen einmal bekundet. Als sie am Dienstagnachmittag im überhitzten, holzvertäfelten Gerichtssaal des altehrwürdigen Pariser Justizpalastes mit ihrem Fächer wedelt, geschieht ein solches – so jedenfalls sieht es die 57-jährige Rechtspopulistin: Das hohe Gericht in Gestalt von drei Berufungsrichterinnen erlässt ihr die Unwählbarkeitsstrafe, die sie seit Ende März 2025 quälte.
Die Einzelheiten
Genauer gesagt, wandeln die Richterinnen sie in eine 30-monatige Bewährungsstrafe um. „Die Sanktion zur Wählbarkeit muss abgewogen werden gegen die freie Wahl der Bürger“, begründete die Vorsitzende Richterin Michèle Agi die Milde. Der „politische Tod“, den Le Pen dem Gericht der ersten Instanz angelastet hatte, war plötzlich abgewandt.
Die Fraktionsvorsitzende des Rassemblement National braucht nur wenige Stunden, um ihre politische Wiedergeburt in Szene zu setzen. Ein Wahlplakat, auf dem sie in christlicher Pose die Arme ausstreckt, hatte sie schon vorbereiten lassen – für eine Wendung des Schicksals wollte sie gerüstet sein. „Für Frankreich – die Wiedergeburt“ steht auf dem Plakat in großen Lettern.
Darunter flattern Frankreich-Fahnen im Wind. Externer Inhalt von Twitter Um externe Inhalte anzuzeigen, ist Ihre widerrufliche Zustimmung nötig. Dabei können personenbezogene Daten von Drittplattformen (ggf.
Was Experten sagen
USA) verarbeitet werden. Weitere Informationen . Externe Inhalte aktivieren In Hellrosa gekleidet, wie eine Neugeborene, beginnt sie wenige Stunden später in den Abendnachrichten ihren vierten Präsidentschaftswahlkampf: „Ich bin die Kandidatin für die Präsidentenwahlen“, sagt sie im Sender TF1.
Sie sei glücklich, dass die Wähler künftig das Wort hätten. „Es gibt kein Szenario mehr, in dem ich nicht kandidieren könnte“, behauptet sie. Ihre Ankündigung aus der vergangenen Woche, nicht mit einer Fußfessel in den Wahlkampf ziehen zu wollen – es schert sie nicht mehr.
Auch auf die Präsidententräume ihres politischen Ziehsohns Jordan Bardella nimmt sie keine Rücksicht. Blut ist dicker als WasserDer setzt sich brav auf den Rücksitz der Limousine neben sie, als sie zum Fernsehstudio fahren. Einigen Journalisten hat Le Pen vorher anvertraut: „Wenn Jordan mit mir fährt, bin ich die Kandidatin.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





