
Nach der Hitzewelle: Die gefährliche Illusion der Klimaanlage
Nach der Hitzewelle : Die gefährliche Illusion der Klimaanlage Ein Kommentar von Petra Ahne 29.06.2026, 17:08Lesezeit: 3 Min. Sieht doch wie ein richtiger Sommer aus: Pool in Brandenburg am vergangenen...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Nach der Hitzewelle : Die gefährliche Illusion der Klimaanlage Ein Kommentar von Petra Ahne 29. 2026, 17:08Lesezeit: 3 Min. Sieht doch wie ein richtiger Sommer aus: Pool in Brandenburg am vergangenen Wochenendedpa„Klimaanlage“ ist das Wort der Stunde.
Die jüngste Hitzewelle macht klar, dass wir uns anpassen müssen – doch das birgt eine Gefahr: Wenn wir uns die Hitze einfach wegkühlen, verdrängen wir, was eigentlich nötig wäre. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App An Tag eins nach der zweiten Hitzewelle in diesem Jahr – zur Erinnerung, im Mai gab es bereits eine – sind sich alle einig: So kann es nicht weitergehen. Zu lange wurde zu wenig getan, nicht ernst genommen, was da auf uns zukommt.
Die Einzelheiten
Jetzt muss endlich gehandelt werden. Nur geht es dabei nicht etwa darum, dass auf keinen Fall eintreten darf, was der Expertenrat der Bundesregierung für Klimafragen voraussagt: Deutschland wird seine Klimaziele 2030 und 2040 verfehlen. Auch nicht darum, dass es vielleicht einfach keine gute Idee ist, nach 2045 noch Öl- und Gasheizungen einzubauen, die weiter Kohlendioxid in das in den letzten Tagen so unangenehm gewordene planetare Treibhaus pusten werden.
Oder darum, dass Sätze wie „Klimaschutz darf nicht die industrielle Basis unserer Länder gefährden“ (Friedrich Merz im April 2026) ihr Zu-kurz-gedacht-Sein unter Beweis stellen, wenn Autobahnen aufplatzen, Zuggleise sich biegen, die Menschen weniger leistungsfähig sind, Arbeit draußen unmöglich wird und das Wirtschaftswachstum wegbrutzelt. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Senioren kollabieren in PflegeheimenKaum sind die Temperaturen ein paar Grad nach unten gerutscht und können keine Temperaturrekorde mehr vermeldet werden – 41,5 Grad in Möckern-Drewitz!
41,7 Grad in Neißemünde! –, ist vielmehr eines Thema: So darf sich Hitze nie wieder anfühlen, so feindlich und in viel zu vielen Fällen tödlich darf sie uns nicht mehr begegnen. Und das stimmt, die Bilanz der vergangenen Tage ist erschreckend: Menschen lagen bewusstlos in ihren glutwarmen Wohnungen, Senioren kollabierten in Pflegeheimen, Notaufnahmen meldeten das Limit ihrer Leistungsfähigkeit, mindestens 33 Menschen, vor allem Männer, starben beim Baden.
Was Experten sagen
Wie viele Tote diese Hitzetage gefordert haben, wird erst in einigen Monaten bekannt sein, wenn die Übersterblichkeit gemessen wird. Aus früheren Analysen weiß man aber: Durch Hitze kommen in Europa inzwischen doppelt so viele Menschen um wie im Verkehr. Es ist also gut, wenn jetzt in Fahrt kommt, was Initiativen wie die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit längst anmahnen: Alle Kommunen brauchen Hitzeschutzpläne, und zwar verbindlich, es muss isoliert, entsiegelt, gepflanzt, klimatisiert werden.
„Klimaanlage“ ist das Wort der Stunde, gut möglich, dass wir in ein paar Jahren auf 2026 so ungläubig schauen wie in diesen Tagen die US-Medien nach Europa: Wieso haben die kein Airconditioning?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





