
Nach tödlichen Unfällen: E-Roller fahren in Griechenland erst ab 17 Jahren erlaubt
Nach tödlichen Unfällen : E-Roller fahren in Griechenland erst ab 17 Jahren erlaubt Von Michael Martens, Wien 22.07.2026, 17:21Lesezeit: 4 Min. E-Scooter-Fahrerin in Thessaloniki: Viele Griechen nutzen die praktischen...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Nach tödlichen Unfällen : E-Roller fahren in Griechenland erst ab 17 Jahren erlaubt Von Michael Martens, Wien 22. 2026, 17:21Lesezeit: 4 Min. E-Scooter-Fahrerin in Thessaloniki: Viele Griechen nutzen die praktischen Roller täglich.
AFPMehrere Jugendliche waren in Griechenland bei Unfällen mit E-Scootern ums Leben gekommen: Nun hat Athen die Regeln für das Fahren mit den Rollern verschärft. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Nutzung von Elektrorollern ist künftig in Griechenland nur noch ab einem Mindestalter von 17 Jahren erlaubt. Das sieht ein neues Gesetz vor, das die konservative Regierungspartei Nea Dimokratia von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis verabschiedet hat.
Die Einzelheiten
Zudem müssen Nutzer sowie Fahrzeuge in Zukunft versichert und die Roller in einer digitalen staatlichen Datenbank registriert sein. Diese Neuerung soll unter anderem das Vorgehen gegen das verkehrswidrige Parken von Geräten erleichtern, das ähnlich wie in Deutschland auch in griechischen Städten immer wieder für Ärger sorgt. Auch höhere Strafen für die Nutzung der Roller auf dafür nicht freigegebenen Schnellstraßen wurden eingeführt.
Bereits früher geltende Bestimmungen wie die Helmpflicht und das Verbot der Nutzung von Mobiltelefonen oder Kopfhörern während der Fahrt bleiben in Kraft. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Das Kind geriet in den GegenverkehrDie verschärften Regelungen sind eine Reaktion des Staates auf mehrere tödliche und zahlreiche weitere Unfälle von minderjährigen E-Scooter-Nutzern in den vergangenen Monaten.
Im Juni mussten ein 13 Jahre alter Teenager und eine Sechzehnjährige auf der Insel Kreta nach Unfällen mit Elektrorollern in lebensbedrohlichem Zustand intensivmedizinisch behandelt werden. Ende Mai kam ein zwölf Jahre alter Junge in die Intensivstation eines Kinderkrankenhauses, nachdem er in einem Athener Vorort ein Stoppschild überfahren hatte und von einem Auto angefahren worden war. Er soll ohne Helm unterwegs gewesen sein und beim Fahren sein Mobiltelefon benutzt haben, berichteten griechische Medien über den Vorfall.
Was Experten sagen
Besonders viel Aufmerksamkeit erregte der Unfalltod eines 13 Jahre alten Jungen in einem Ort auf der nordwestlichen Peloponnes im April. Das Kind soll einem geparkten Fahrzeug ausgewichen, dabei in den Gegenverkehr geraten und überfahren worden sein. Der Verband griechischer Kinderärzte warnte unlängst, allein im vergangenen Jahr habe man mehr als 100 Minderjährige nach Unfällen mit Elektrorollern behandelt.
Nach anderen Statistiken soll es im vergangenen Jahr insgesamt sogar mehr als 400 Unfälle Minderjähriger mit Elektrorollern gegeben haben. Ungelöste Frage: Wer zahlt bei Unfällen? Bürgerschutzminister Michalis Chrysochoidis hatte schon vor Wochen gesagt, das geplante Gesetz müsse unter anderem versicherungsrechtliche Fragen lösen, damit klar sei, wer die Behandlungskosten nach Unfällen trage.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




