
Nato-Gipfel in Ankara: Mitgliedstaaten kündigen Milliarden-Deal für Aufklärungsflugzeuge an
Nato-Staaten kündigen Rüstungs-Deal an Deutschland zahlt Milliarden für Aufklärungsflugzeuge Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara kündigen mehrere Mitgliedsstaaten den Kauf neuer Aufklärungsflugzeuge an. Nachdem die USA...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Nato-Staaten kündigen Rüstungs-Deal an Deutschland zahlt Milliarden für Aufklärungsflugzeuge Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara kündigen mehrere Mitgliedsstaaten den Kauf neuer Aufklärungsflugzeuge an. Nachdem die USA aus dem Projekt ausgestiegen ist, dürfte Deutschland den größten Anteil zahlen. 20 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (6 Minuten) 6 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ein Awacs-Flugzeug startet am Nato-Flugplatz in Geilenkirchen. Nach rund 40 Jahren im Dienst sollen sie bald ersetzt werden Foto: Christoph Reichwein / dpa Die Nato setzt bei der Erneuerung ihrer in Nordrhein-Westfalen stationierten Flotte von Awacs-Aufklärungsflugzeugen nicht, wie ursprünglich geplant, auf US-Maschinen.
Die Einzelheiten
Wie Generalsekretär Mark Rutte am Rande des Gipfeltreffens in Ankara ankündigte, sollen künftig Flugzeuge des kanadischen Herstellers Bombardier genutzt werden, die mit dem Aufklärungs- und Frühwarnsystem GlobalEye des schwedischen Rüstungskonzerns Saab ausgerüstet sind. Die Bestellung werde bis zu zehn Flugzeuge umfassen, sagte er. GlobalEye ermögliche die gleichzeitige Überwachung des Luftraums, des Seeraums und des Bodens von einer einzigen Plattform aus und verschaffe den militärischen Befehlshabern ein umfassendes Lagebild, erklärte Rutte.
Das System könne unter anderem Drohnenschwärme, ballistische Raketen und Marschflugkörper aufspüren, verfolgen und identifizieren. Es wird auf Flugzeugen des Typs Bombardier Global 6000 oder Global 6500 installiert. Insgesamt wollten die Verbündeten im Rahmen der Initiative »Drone Edge« in den kommenden fünf Jahren mehr als 40 Milliarden Dollar in Fähigkeiten zur Drohnenabwehr investieren, kündigte Rutte an.
Allein am heutigen Tag wollen die Mitgliedstaaten Rüstungsverträge im Wert von rund 44 Milliarden Euro unterzeichnen, hieß es aus Nato-Kreisen. Zudem verpflichten sich die Alliierten, bis Ende 2027 fünfmal so viele Soldaten für den Einsatz von Drohnen auszubilden. Alliierte wollten ursprünglich US-Flugzeuge kaufenUrsprünglich hatte die Nato eigentlich US-Maschinen vom Typ Boeing E-7A Wedgetail bestellen wollen.
Was Experten sagen
Dieses Vorhaben wurde allerdings vorerst aufgegeben, nachdem die US-Regierung im vergangenen Sommer ihren Ausstieg aus dem Programm angekündigt hatte. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hatte dann bereits im vergangenen September gesagt, dass nach der geplanten Ausmusterung der Aufklärungsflugzeuge vom Typ Awacs für Deutschland auch das GlobalEye-System von Saab in Betracht komme. Deutschland wird nach dem Rückzug der USA voraussichtlich den größten Anteil der Kosten in Höhe von mehreren Milliarden Euro übernehmen.
Dass Boeing möglicherweise später auch noch einen Auftrag bekommt, ist nach Angaben aus Nato-Kreisen denkbar. Es habe zuletzt wieder Gespräche gegeben, heißt es.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





