
Netflix, Amazon Prime, Disney+: Investitionsquote soll deutsche Filmbranche stärken
Netflix, Amazon, Disney+ Investitionsquote für Streamingdienste soll deutsche Filmbranche stärken In deutschen Filmstudios fehlen Aufträge, Blockbuster werden in anderen Ländern produziert. Nun hat das Kabinett einen...
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Netflix, Amazon, Disney+ Investitionsquote für Streamingdienste soll deutsche Filmbranche stärken In deutschen Filmstudios fehlen Aufträge, Blockbuster werden in anderen Ländern produziert. Nun hat das Kabinett einen Gesetzentwurf beschlossen, der Streamer zu Investitionen hierzulande verpflichtet. 32 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Prime Video, Netflix, Disney+-Apps auf einem iPhone (Symbolbild) Foto: Thomas Koehler / photothek / picture alliance Große Streamingdienste wie Netflix, Amazon oder Disney+ sollen künftig verpflichtet werden, in den Filmstandort Deutschland zu investieren. Das sieht ein Gesetzentwurf von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer vor, der vom Bundeskabinett beschlossen wurde.
Die Einzelheiten
Die Vorlage geht jetzt in das Parlament. Sie soll Anfang 2027 greifen. Schon ab sofort stehen laut Weimer 250 Millionen Euro aus der neuen Filmförderung des Bundes zur Verfügung.
Die Mittel seien im vergangenen Jahr verdoppelt worden. Mit diesem und anderen Fördertöpfen stelle der Bund mehr als 300 Millionen Euro für Filmproduktionen bereit. Hinzu kämen Fördermittel der Länder.
Damit soll die deutsche Filmbranche unterstützt werden. In großen Studios wie in Babelsberg oder bei der Bavaria fehlten Aufträge, große Filme und Serien wurden anderswo gedreht – etwa der Netflix-Film »Im Westen nichts Neues« in Tschechien. Einige europäische Länder lockten mit attraktiven Konditionen und Steuervorteilen.
Was Experten sagen
Mindestens acht Prozent des Umsatzes müssen investiert werdenIn Deutschland sollen die Dienste und Sender mindestens acht Prozent ihres Jahresumsatzes mit Abos und Werbung in den Filmstandort Deutschland investieren. Das könnte sich auf Hunderte Millionen Euro summieren. Mehr zum Thema Macht der Streamingportale: Der deutsche Film ist längst nicht gerettet Ein Gastbeitrag von İlker Çatak Aufstockung der Filmförderung: Pumpen in die Großbaustelle Ein Kommentar von Lars-Olav Beier Denn nach Angaben des Branchenverbands VAUNET lagen die Umsätze aus Pay-TV und Paid-Video-on-Demand in Deutschland schon 2024 bei rund 5,5 Milliarden Euro.
Den Werbemarkt für TV, Videostreaming und Audio-Medien prognostizierte VAUNET für 2026 auf 6,5 Milliarden Euro. Von den Werbeumsätzen mit Videostreaming sollen knapp drei Viertel auf die Großkonzerne Alphabet, Amazon, ByteDance und Meta entfallen. Die Mindestinvestitionsquote gilt aber nicht nur für die internationalen Konzerne, sondern auch für Fernsehsender wie RTL, ProSiebenSat.
1 sowie die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF. Als Bemessungsgrundlage für sie sollen die Programmkosten für das Angebot gelten, das nicht linear produziert wird. Regierung möchte mehr Aufträge für DeutschlandKulturstaatsminister Weimer möchte Unternehmen belohnen, die noch mehr als gefordert investieren.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





