
New York City: Zohran Mamdani – der Bürgermeister und die teuren Gratisbusse
Bild vergrößern Busfahrer Mamdani im Wahlkampf 2025: Die Kampagne zog Foto: Kylie Cooper / Verkehr in New York City Die teuren Gratisbusse des Zohran Mamdani New Yorks neuer Bürgermeister will den Verkehr in der...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Bild vergrößern Busfahrer Mamdani im Wahlkampf 2025: Die Kampagne zog Foto: Kylie Cooper / Verkehr in New York City Die teuren Gratisbusse des Zohran Mamdani New Yorks neuer Bürgermeister will den Verkehr in der verstauten Metropole revolutionieren: mit kostenlosen Linienbussen. Doch Zweifel an der Vision wachsen. Aus Brooklyn berichtet Claus Hecking 26.
46 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Die Busse, die New Yorks neuer Bürgermeister schnell und kostenlos machen will, stecken an diesem Donnerstagmorgen im Stau. Und dafür ist Zohran Mamdani selbst verantwortlich.
Entlang der Flatbush Avenue im Stadtbezirk Brooklyn reihen sich Wagen der Linien 41 und 67, Lieferautos, Taxis und Pkw zwischen orangefarbenen Leitkegeln aneinander auf der einzigen nicht gesperrten Spur in Richtung Manhattan. Auf der Baustelle daneben kreischt es ohrenbetäubend. Ein Arbeiter öffnet mit einer Schneidemaschine den Asphalt.
Er und sein Team sollen neue Busspuren auf einer der zentralen Verkehrsarterien New Yorks bauen, die Manhattan, Brooklyn und die Jamaica Bay verbindet. Das bringt den Verkehr zunächst weitgehend zum Erliegen. Bild vergrößern Arbeiter auf der Flatbush Avenue: Die Busse sollen eigene Fahrbahnen bekommen, auf Kosten des Autoverkehrs Foto: Claus Hecking / DER SPIEGEL Die Flatbush Avenue soll zur ersten Paradestraße in Mamdanis Paradeprojekt werden: der Neugestaltung des Verkehrs in New York City.
Was Experten sagen
Mit weniger Autos, mehr Fahrrädern und vor allem attraktiverem, teils kostenlosem öffentlichem Nahverkehr. Das notorisch verstaute New York soll ein globaler Vorreiter der urbanen Mobilität werden, so Mamdanis Vision. »Fast and Free Buses«, »schnelle und kostenlose Busse« – so lautete der vielskandierte Wahlkampfslogan des Demokratischen Sozialisten in der Zentrale des Kapitalismus.
Die New Yorkerinnen und New Yorker wählten den 34 Jahre jungen Außenseiter zum Bürgermeister ihrer Metropole. Gerade in sozial schwachen Stadtgebieten, wo Menschen besonders auf Busse angewiesen sind, holte Mamdani viele Stimmen. Entlang der Flatbush Avenue waren es teils über 80 Prozent.
Vertrauter des Bürgermeisters zweifelt an dessen PlänenNew York wäre die erste Weltmetropole mit einem zumindest in Teilen kostenfreien ÖPNV. Den bieten bislang nur kleinere Staaten wie Malta oder Luxemburg oder einzelne Regionen an, etwa in Frankreich. Jetzt aber muss Mamdani erst mal liefern.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





