
News des Tages: Sitz im Uno-Sicherheitsrat, Angriff auf Sankt Petersburg, Wildschweine
Die Lage am Abend Deutschland hat keinen sitzen Von Felix Dachsel Die drei Fragezeichen heute:Uno-Sicherheitsrat – wie ist die Wahl ausgegangen?Sankt Petersburg – müssen Putins Gäste zittern?Wildschweine – wie schützt...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Die Lage am Abend Deutschland hat keinen sitzen Von Felix Dachsel Die drei Fragezeichen heute:Uno-Sicherheitsrat – wie ist die Wahl ausgegangen? Sankt Petersburg – müssen Putins Gäste zittern? Wildschweine – wie schützt man sich?
10 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Dieses Audio ist derzeit nicht verfügbar.
Die Einzelheiten
Anhören Extern anhören 1. Wadephul allein in New YorkDas Hinterzimmer, als Ort des politischen Geschehens, hat einen schlechten Ruf. Es symbolisiert Intransparenz und eine Welt der krummen Geschäfte.
In der Diplomatie allerdings ermöglicht das Hinterzimmer Vertraulichkeit. Der deutsche Außenminister, Johann Wadephul, hat sich diese Woche in jener geheimnisvollen Sphäre der Halböffentlichkeit bewegt. Bild vergrößern Außenminister Wadephul vor der Uno-Zentrale Foto: Michael Kappeler / dpa / picture alliance In New York wohnte er tagelang in einem Hotel, nahe den Vereinten Nationen am East River.
Was nach einem ausgedehnten Städtetrip klingt, war harte Arbeit für einen norddeutschen Introvertierten, der Gäste gern mit einem trockenen »Moin« begrüßt. »Der deutsche Chefdiplomat nimmt an Konferenzen teil, lädt zu Empfängen, trifft Außenminister und Uno-Botschafter möglichst vieler Länder«, schrieb mein Kollege Christoph Schult (hier mehr dazu ). Das Ziel der außenpolitischen Mission war ein nicht ständiger Sitz im Uno-Sicherheitsrat für die kommenden zwei Jahre.
Was Experten sagen
Eine Kandidatur für den Sicherheitsrat sei, so umschreibt es Christoph Schult, ein höchst »transaktionales Geschäft«. Ein Tauschhandel also, bei dem Wadephul auch vermessen konnte, wie viel das deutsche Wort in der Welt aktuell wert ist. Bundeskanzler Merz ist nicht durch außerordentliche Unterstützung der Mission aufgefallen.
Um es mit einem Filmklassiker zu sagen: Wadephul allein in New York. Um die zwei verfügbaren Plätze konkurrierten neben Deutschland noch Österreich und Portugal, es fand also ein europäisches Wettschmeicheln statt, das zwei Gewinner kennt und einen Verlierer. Die Abstimmung in der Uno-Vollversammlung ist am frühen Abend deutscher Zeit zu Ende gegangen und die Bundesregierung rutscht in die nächste Mini-Krise.
Anders als erhofft haben sich die Völker der Welt gegen die deutsche Bewerbung entschieden. Deutschland hat keinen sitzen. Wo ist eigentlich der Außenkanzler Merz, wenn man ihn braucht?
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





