
Niederlande: 14-Jährige bei Unfall gestorben - Fahrer aus Deutschland freigesprochen
Unfall nahe Amsterdam 14-Jährige in Niederlanden überfahren – Mann aus Deutschland freigesprochen Eine Jugendliche stirbt 2020 nach einem Unfall, die Umstände blieben lange unklar. Jetzt stellte ein Gericht fest: Den...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Unfall nahe Amsterdam 14-Jährige in Niederlanden überfahren – Mann aus Deutschland freigesprochen Eine Jugendliche stirbt 2020 nach einem Unfall, die Umstände blieben lange unklar. Jetzt stellte ein Gericht fest: Den Fahrer des Autos trifft keine Schuld. 11 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Polizei in den Niederlanden (Symbolfoto) Foto: Piero Nigro / aal. photo / IMAGO Sechs Jahre nach dem Unfalltod einer Jugendlichen in den Niederlanden ist der daran beteiligte Deutsche freigesprochen worden.
Die Einzelheiten
Als Autofahrer trage er keine Schuld, erklärte das Bezirksgericht in Haarlem . Lange Zeit war der Unfallhergang teils unklar gewesen. Das Gericht erklärte nun, die Jugendliche habe zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes im Juli 2020 auf der Straße gelegen.
Der heute 33-Jährige habe sie in der Dunkelheit nicht gesehen – ihm sei keine Unachtsamkeit vorzuwerfen. Der Tod der 14-Jährigen hatte in den Niederlanden heftige Bestürzung ausgelöst. Ihre Eltern verließen den Gerichtssaal noch während der Urteilsbegründung, berichtet die niederländische Nachrichtenagentur ANP.
Kein Beweis für FahrerfluchtIn der Urteilsbegründung heißt es, der Mann habe zwar zum Unfallzeitpunkt auf eine Navigationsapp geschaut, allerdings nur für 2,5 Sekunden. Das sei auf einer wenig befahrenen Straße, an der es keinen Rad- und keinen Fußweg gibt, nicht unangemessen lange. Zudem sei er nicht schneller als die erlaubten 80 Kilometer pro Stunde gefahren.
Was Experten sagen
Auch den von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwurf der Fahrerflucht erkannte das Gericht nicht an. Der Angeklagte hatte erklärt, er habe zwar bemerkt, dass sein Auto über etwas hinwegrollte. Er habe jedoch angenommen, dass es ein Tier gewesen sei.
Für eine andere Version gab es laut Gericht keine hinreichenden Beweise. Mehr zum Thema Debatte über Tempo 80: »Deutschland ist bei der Verkehrssicherheit sehr unambitioniert«Ein Interview von Lukas Kissel 5 Min Zur Merkliste hinzufügen 5 Min Zur Merkliste hinzufügen Regen, Schnee und Nebel: Mit diesem Licht behalten Sie den DurchblickVon Martin Wittler 6 Min Zur Merkliste hinzufügen 6 Min Zur Merkliste hinzufügen Mithilfe von Kamerabildern hatten Ermittler den Fahrer schnell aufgespürt. Zunächst hatte die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 1500 Euro gegen ihn verhängt.
Dagegen legten die Eltern der Jugendlichen Berufung ein und forderten weitere Ermittlungen und einen Strafprozess. In dem Prozess plädierte die Staatsanwaltschaft dann auf eine Haftstrafe von acht Wochen. Der Unfall ereignete sich auf der Deichstraße zwischen der einstigen Insel Marken und dem Festland nordöstlich von Amsterdam.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





