
Nordrhein-Westfalen: Hermannsdenkmal-Besetzer arbeitet für AfD-Abgeordnete – Staatsschutz ermittelt
Staatsschutz ermittelt Hermannsdenkmal-Besetzer arbeitet für AfD-Abgeordnete Rechtsextreme besetzten im Juni ein historisches Nationaldenkmal in Detmold. Dabei befestigten sie Banner mit Parolen. Nun kommt heraus: Einer...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Staatsschutz ermittelt Hermannsdenkmal-Besetzer arbeitet für AfD-Abgeordnete Rechtsextreme besetzten im Juni ein historisches Nationaldenkmal in Detmold. Dabei befestigten sie Banner mit Parolen. Nun kommt heraus: Einer der Beschuldigten arbeitet für EU-Abgeordnete der AfD und FPÖ.
38 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Blick auf das Hermannsdenkmal.
Die Einzelheiten
Es erinnert an die Schlacht im Teutoburger Wald, in der germanische Stämme römische Legionen besiegten Foto: Friso Gentsch / dpa Unter den Rechtsextremen der »Identitären Bewegung«, die im Juni das Hermannsdenkmal in Detmold besetzt haben, ist ein Mitarbeiter mehrerer Europa-Abgeordneter von AfD und FPÖ. Das teilte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) bei einer Sitzung des Innenausschusses im Landtag mit. Reul beruft sich dabei auf Angaben der ermittelnden Staatsanwaltschaft in Detmold.
»Bei einem der namentlich bekannten Beschuldigten handelt es sich um einen akkreditierten Assistenten dreier Europaabgeordneter der AfD bzw. FPÖ«, heißt es in der Mitteilung. Ermittelt werde gegen fünf namentlich bekannte und weitere noch unbekannte Personen.
Den Männern werden verschiedene Punkte vorgeworfen, darunter den Verstoß gegen das Vermummungsverbot, Hausfriedensbruch, das verbotene Abbrennen von Pyrotechnik laut Sprengstoffgesetz und eine nicht angemeldete Versammlung. Die Männer hatten zuerst den Eintrittspreis für den Zugang zum Hermannsdenkmal bezahlt und waren dann in einen gesperrten Bereich eingedrungen. Dabei trugen einige der Beschuldigten T-Shirts mit dem Aufdruck »Remigration«.
Was Experten sagen
Dort befestigen zwei von ihnen Banner mit den Aufdrucken »Heimat« und »verteidigen«. Einer der Beschuldigten blieb mehrere Stunden an einem Seil gesichert auf dem Denkmal. Das Hermannsdenkmal erinnert an die Schlacht im Teutoburger Wald.
Es stellt den Cheruskerfürsten Arminius mit erhobenem Schwert dar, der im Jahr neun nach Christus germanische Stämme gegen römische Legionen zum Sieg führte. Das Denkmal wurde im 19. Jahrhundert erbaut und ist eng mit der deutschen Nationsbildung verknüpft.
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Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





