
Ökonom Ottmar Edenhofer: „Die Probleme der deutschen Wirtschaft haben nichts mit dem Klimaschutz zu tun“
Ökonom Ottmar Edenhofer : „Die Probleme der deutschen Wirtschaft haben nichts mit dem Klimaschutz zu tun“ Von Jannis Koltermann 21.07.2026, 06:34Lesezeit: 6 Min. Der Klimaökonom Ottmar Edenhofer, hier im Jahr...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Ökonom Ottmar Edenhofer : „Die Probleme der deutschen Wirtschaft haben nichts mit dem Klimaschutz zu tun“ Von Jannis Koltermann 21. 2026, 06:34Lesezeit: 6 Min. Der Klimaökonom Ottmar Edenhofer, hier im Jahr 2022ImagoSollte man den Klimaschutz zurückfahren, um die Wirtschaft zu stärken?
Was hat Fridays for Future falsch gemacht – und was die CDU? Ein Gespräch mit dem Klimaökonomen Ottmar Edenhofer, einem der meistzitierten Forscher der Welt. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App „Vielleicht hätten wir die Klimaanlage heute lieber auslassen sollen, um die Dringlichkeit des Klimaproblems zu verdeutlichen“, scherzt Andreas Urs Sommer zur Begrüßung in der Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung.
Die Einzelheiten
Dass der Stiftungsvorsitzende die Zuhörer den angekündigten Vortrag dann doch mit kühlem Kopf verfolgen lässt, ist nicht nur gnädig, sondern auch passend. Denn der Volkswirt Ottmar Edenhofer, Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, steht eben nicht für leidenschaftliche moralische Appelle, sondern setzt sich für marktwirtschaftliche Instrumente im Klimaschutz ein. Er ist einer der meistzitierten Forscher der Welt und ein gefragter Gesprächspartner der Politik.
An diesem Abend in München stellt er die Dilemmata der globalen Klimapolitik dar, skizziert aber auch Wege, wie es mit dem Klimaschutz in Zeiten veränderter politischer Prioritätensetzung vorangehen könnte. Als wir ihn im Anschluss um ein vertiefendes Gespräch bitten, bietet er prompt einen Termin für den nächsten Morgen um sieben Uhr an: „Ich bin Frühaufsteher. “ Wir treffen uns im idyllischen Garten der Stiftung am Nymphenburger Schloss.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Herr Edenhofer, ohne Fridays for Future hätte der Klimaschutz vermutlich nie die politische Bedeutung gewonnen, die er in den vergangenen zehn Jahren hatte. Sind Sie Greta Thunberg deshalb dankbar?
Was Experten sagen
Oder haben die radikalen Forderungen der Bewegung eher den Backlash gegen den Klimaschutz begünstigt, den wir heute vielerorts erleben? Fridays for Future war damals sicherlich ein wichtiger Push. Ohne den Druck von der Straße hätte es den „Green New Deal“ von 2019 nicht gegeben.
Allerdings hat Fridays for Future die Klimapolitik natürlich nicht erfunden, der erste Emissionshandel in der EU wurde zum Beispiel schon 2005 eingeführt. Für fatal halte ich, dass Klimaschutz von Teilen der Klimaschutzbewegung so stark mit „Degrowth“ verbunden wurde, also der Forderung nach wirtschaftlicher Schrumpfung statt Wachstum. Ottmar Edenhofer während seines Vortrags in der Carl-Friedrich-von-Siemens-StiftungSebastian UrbanWieso?
Weil der Populismus zunehmend von dem Eindruck profitiert, Gesellschaft und Wirtschaft seien ein Nullsummenspiel, in dem der eine nur so viel gewinnen könne, wie der andere verliere. Deswegen können populistische Parteien immer neue Spaltungslinien ziehen: zwischen Volk und Elite, zwischen Ost und West, zwischen Deutschen und Asylbewerbern.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.



