
Oldenburg: Polizist nach tödlichen Schüssen auf 21-jährigen Lorenz bald vor Gericht
Fall in Oldenburg Polizist nach tödlichen Schüssen auf 21-jährigen Lorenz bald vor Gericht Ein Polizeibeamter soll einen jungen Mann von hinten erschossen haben. Der Fall sorgte im vergangenen Jahr bundesweit für...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Fall in Oldenburg Polizist nach tödlichen Schüssen auf 21-jährigen Lorenz bald vor Gericht Ein Polizeibeamter soll einen jungen Mann von hinten erschossen haben. Der Fall sorgte im vergangenen Jahr bundesweit für Empörung und eine Rassismus-Debatte. Nun wurde die Anklage gegen den Schützen zugelassen.
53 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Poster in Gedenken an Lorenz Foto: Hesham Elsherif / Anadolu Agency / IMAGO Gut 14 Monate nach den tödlichen Schüssen auf den 21-jährigen Lorenz in der Oldenburger Fußgängerzone beginnt bald ein Prozess gegen einen Polizisten.
Die Einzelheiten
Das Landgericht Oldenburg hat die Anklage wegen fahrlässiger Tötung zugelassen, wie ein Sprecher mitteilte. Der 28 Jahre alte Beamte soll den Deutschen in der Nacht zu Ostersonntag 2025 bei einem Einsatz in der Oldenburger Fußgängerzone von hinten erschossen haben. Den Ermittlungen zufolge wurde Lorenz mindestens dreimal getroffen, in Oberkörper, Hüfte und Kopf.
Er starb im Krankenhaus. Der gewaltsame Tod des jungen Schwarzen Mannes sorgte weit über die Grenzen der niedersächsischen Stadt hinaus für Entsetzen. Bundesweit gingen Menschen gegen Polizeigewalt und Rassismus auf die Straßen.
Nach Auffassung der Initiative »Gerechtigkeit für Lorenz« ist Rassismus die Hauptursache für den Tod. Bild vergrößern Protest gegen Rassismus mit Tausenden Teilnehmenden nach dem Tod von Lorenz Foto: Hesham Elsherif / Anadolu Agency / IMAGO Nach vorläufiger Bewertung nimmt das Landgericht an, dass der Polizist irrtümlich glaubte, sich in einer Notwehrlage zu befinden. Es geht demnach von einem hinreichenden Tatverdacht wegen fahrlässiger Tötung, nicht aber wegen Totschlags oder Mordes aus.
Was Experten sagen
Im November hatte die Oldenburger Staatsanwaltschaft den Beamten wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Der Deutsche sei davon ausgegangen, Lorenz wolle ihn mit einem Messer angreifen. Tatsächlich versprühte der 21-Jährige Reizgas, ein mitgeführtes Messer benutzte er nach Angaben der Ermittler jedoch nicht.
Laut Anklage wollte Lorenz zum Zeitpunkt der Schussabgabe fliehen, um nicht festgenommen zu werden. Viele Verfahren gegen Polizeibeamte werden eingestelltDer tatsächliche Geschehensablauf werde in der Hauptverhandlung aufzuklären sein, so das Landgericht. Es gehe um die Dynamik des Vorfalls sowie die Frage, was der Angeklagte vor Ort wahrnehmen konnte.
Wann der Prozess beginnt, ist nach Angaben des Gerichts noch unklar. Mehr zum Thema Fall Lorenz A. : Tödliche Schüsse in Oldenburg – Polizist angeklagt 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Tödlicher Vorfall in Oldenburg: Polizisten gaben im Fall Lorenz A.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





