
Partei reformiert sich: Grünen-Basis entmachtet sich ein bisschen
Partei reformiert sich : Grünen-Basis entmachtet sich ein bisschen Von Paul Gross 01.07.2026, 16:17Lesezeit: 4 Min. Die nun neue Generalsekretärin Pegah Edalatian neben Parteichef Felix Banaszak bei einem Termin im...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Partei reformiert sich : Grünen-Basis entmachtet sich ein bisschen Von Paul Gross 01. 2026, 16:17Lesezeit: 4 Min. Die nun neue Generalsekretärin Pegah Edalatian neben Parteichef Felix Banaszak bei einem Termin im November 2025 in BerlindpaDie Partei reagiert auf das Mitgliederwachstum und erschwert Änderungsanträge auf Parteitagen.
Auch ein Amt wird umbenannt. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Was Robert Habeck und Annalena Baerbock nicht gelungen ist, haben Felix Banaszak und Franziska Brantner zumindest halb geschafft. Wer künftig einen Antrag auf einem Parteitag der Grünen einbringen will, braucht dafür die Unterstützung von 0,05 Prozent der Mitglieder.
Die Einzelheiten
100 Mitgliedern wären das 91 Mitstreiter, die ein Antragsteller benötigt, um sein Anliegen auf die Tagesordnung zu bekommen. Habeck und Baerbock versuchten vor vier Jahren erfolglos, ein Minimum von 0,1 Prozent der Mitglieder durchzusetzen. Ihre Nach-Nachfolger an der Parteispitze setzten nun etwas niedriger an, dafür aber mit Erfolg.
Bislang galt ein festes Quorum von mindestens 50 Mitgliedern. Die Regel ist Teil einer Parteireform, die die beiden Parteivorsitzenden gemeinsam mit dem Bundesvorstand, dem Parteirat und einer Satzungskommission den Mitgliedern zur Abstimmung gestellt haben. Die Partei reagiert damit auf das rasante Mitgliederwachstum in den vergangenen Jahren.
Am Mittwoch gab die Partei bekannt: Ihre Mitglieder haben die Reform in allen Punkten angenommen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Über die 17 vorgesehenen Satzungsänderungen wurde jeweils einzeln abgestimmt.
Was Experten sagen
Wirklich knapp endete die Abstimmung, an der sich mehr als 64. 000 Mitglieder beteiligten, nur in einer Frage. Während vier Fünftel für das neue Antragsquorum (0,05 Prozent) votierten, stimmten nur 51 Prozent für ein neues Frauenquorum.
Demnach müssen Anträge von Einzelpersonen künftig von so vielen Frauen unterstützt werden, dass diese die Hälfte des Antragsquorums ausmachen. Das bedeutet: Finden sich keine 46 Frauen, die ein Anliegen teilen, kommt es auf dem Parteitag nicht vor. Wächst die Partei weiter, müssen noch mehr Unterstützerinnen und Unterstützer gefunden werden.
„Wir wollen die Ärmel hochkrempeln“Außerdem sollen Ortsversammlungen künftig nicht mehr berechtigt sein, Anträge zu stellen – sie müssten dafür zunächst bei der Kreismitgliederversammlung oder Kreisdelegiertenversammlung eine Mehrheit bekommen. Auch die Trennung von Amt und Mandat wurde etwas gelockert; künftig dürfen drei von sechs Mitgliedern des Bundesvorstands zugleich Abgeordnete sein, weiterhin aber nur zwei davon im Bundestag. Auch neu: das Amt der Generalsekretärin.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




