
Passau: Mann fährt Frauen und Kind mit Auto an – Haftstrafe
Versuchter Mord Mann fährt Frauen und Kind mit Auto an – Haftstrafe Er überfuhr seine Ex-Partnerin, stieg aus dem Auto und schlug auf sie ein: Dafür ist ein 49-Jähriger in Passau zu acht Jahren Haft verurteilt worden....
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Versuchter Mord Mann fährt Frauen und Kind mit Auto an – Haftstrafe Er überfuhr seine Ex-Partnerin, stieg aus dem Auto und schlug auf sie ein: Dafür ist ein 49-Jähriger in Passau zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Auch das gemeinsame Kind und eine Freundin der ehemaligen Partnerin wurden verletzt. 21 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Ein Gutachter fotografiert das Tatauto (Archivbild) Foto: Armin Weigel / dpa Weil er mit seinem Auto seine ehemalige Partnerin und deren Freundin angefahren und schwer verletzt hat, ist ein Mann vor dem Landgericht Passau zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter sprachen ihn des versuchten Mordes an der Freundin und des versuchten Totschlags an der Ex-Partnerin sowie der gefährlichen Körperverletzung und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr schuldig.
Die Einzelheiten
Der 49 Jahre alte Iraker war mit seinem Auto in der Passauer Innenstadt auf seine ehemalige Partnerin und die gemeinsame, fünfjährige Tochter sowie eine zufällig hinzugekommene Freundin zugefahren. Die beiden Frauen wurden schwer, das Kind leicht verletzt. Nachdem der Mann die Frauen angefahren hatte, war er laut Anklage aus dem Wagen ausgestiegen und hatte seine halb unter dem Auto liegende Ex-Partnerin geschlagen und getreten.
Die Freundin war vor das Fahrzeug gestürzt. Mehrere Zeugen, darunter zwei weitere Freundinnen der Ex-Partnerin, hatten den Vorfall beobachtet. Passanten alarmierten die Rettung.
Die Staatsanwaltschaft hatte elf Jahre Haft unter anderem wegen zweifachen versuchten Mordes gefordert. Sie sah die Mordmerkmale Heimtücke, niedrige Beweggründe sowie gemeingefährliche Mittel verwirklicht. Motiv sei gewesen, dass der Iraker die Trennung und die Übertragung des Sorgerechts für die Tochter auf seine ehemalige Partnerin nicht akzeptieren wollte.
Was Experten sagen
Einer der Nebenklage-Vertreter kritisierte, dass der Angeklagte »nicht im Ansatz Reue oder Mitleid« zeige und forderte mindestens zwölf Jahre Haft. Der Verteidiger plädierte auf maximal neun Jahre und fünf Monate Gefängnis. Der Angeklagte hatte in dem Verfahren jede Tötungsabsicht bestritten und bei der Polizei angegeben, die Kontrolle über sich verloren und die Situation als Unfall angesehen zu haben.
Richter: Ex-Partnerin war ZielobjektDie Kammer war überzeugt davon, dass der Angeklagte bewusst und mit mindestens 50 Stundenkilometern auf die Personengruppe zugefahren ist. Daran hätten sie nach der Anhörung von Zeugen und einem Sachverständigen keine Zweifel. Auch am Tötungsvorsatz zweifelte sie nicht – gegen beide Frauen, auch wenn die Ex-Partnerin das Zielobjekt gewesen sei.
Dennoch habe es sich um eine Spontantat in einer aufgeladenen Situation gehandelt. Erschwerend wirke sich aus, dass der Angeklagte seiner Ex-Partnerin nach dem Aussteigen aus dem Tatwagen Faustschläge und Tritte gegen den Kopf verpasste.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





