
Patagonia versus Pattie Gonia: Outdoormarke verklagt US-Dragqueen
Streit über Namensrechte Patagonia versus Pattie Gonia – Outdoormarke verklagt Dragqueen US-Dragqueen Pattie Gonia ist bekannt für Umweltaktivismus. Nun geht die eigentlich ähnlich gesinnte Marke Patagonia gegen den...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Streit über Namensrechte Patagonia versus Pattie Gonia – Outdoormarke verklagt Dragqueen US-Dragqueen Pattie Gonia ist bekannt für Umweltaktivismus. Nun geht die eigentlich ähnlich gesinnte Marke Patagonia gegen den Namen vor. Und erntet online einen Shitstorm.
Von Katharina Koerth 29. 45 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Wanderte 100 Meilen in Drag: Pattie Gonia Foto: The Washington Post / Getty Images Nachdem Pattie Gonia im vergangenen Dezember die Golden Gate Bridge von San Francisco überquert hatte, legte die Dragkünstlerin die Wanderstöcke ab und biss erst mal genüsslich in eine Torte. »$1M = 100 miles« war in roter Zuckerschrift darauf geschrieben, Pattie Gonia teilte ein Video des Moments auf Instagram. Die Dragqueen hatte es geschafft: Einhundert Meilen war Pattie Gonia an der US-Westküste gewandert, hatte sich jeden Morgen die orangefarbene Perücke aufgesetzt und Show-Make-up aufgetragen, war den Tag über gelaufen, gelaufen, gelaufen und hatte Schminke und Perücke abends nach dem Zeltaufbau vorsichtig wieder entfernt.
Die Idee: 100 Meilen (ca. 161 km) »in Drag«, also im Szene-Outfit, um Spenden in Höhe von einer Million Dollar für acht Umweltorganisationen zu sammeln. Pattie Gonia hat dieses Ziel erreicht.
Mit Aktionen wie dieser ist Pattie Gonia eine der bekanntesten Dragqueens der USA geworden. Der Erfolg ist eng an den Namen geknüpft. Gegen diesen geht nun die Outdoormarke Patagonia rechtlich vor.
Was Experten sagen
Der Fall wirft die Frage auf, wie es so weit kommen konnte. Und ob die Marke den Widerstand unterschätzt hat, der ihr jetzt entgegenschlägt. Bild vergrößern Patagonia-Geschäft: »Gerichtliche Auseinandersetzung vermeiden« Foto: lentamart / Shutterstock Bereits am 21.
Januar reichte Patagonia in der US-Stadt Los Angeles eine Klage wegen angeblicher Markenrechtsverletzungen gegen Wyn Wiley, wie Pattie Gonia bürgerlich heißt, ein. Das Unternehmen klagt auf einen symbolischen Dollar zuzüglich Anwaltskosten, zudem soll Pattie Gonia den Namen nicht mehr nutzen. Patagonia hatte dazu gegenüber englischsprachigen Medien wie dem »Guardian « erklärt, man habe rechtliche Schritte eingeleitet, nachdem Wiley im September die Marke »Pattie Gonia« anmelden wollte, um Kleidung zu verkaufen und Umweltaktivismus zu fördern.
Diese Marke würde Patagonias Ruf »irreparablen Schaden« zufügen, heißt es. »Obwohl wir uns wünschten, dass wir dies nicht tun müssten – und uns mehrere Jahre lang aktiv mit Pattie ausgetauscht haben, um dies zu vermeiden –, ist es notwendig geworden, die Marke zu schützen, die wir in den vergangenen 50 Jahren aufgebaut haben«, erklärte das Unternehmen demnach im Januar. Man wünsche Pattie Gonia eine lange und erfolgreiche Karriere und Fortschritte bei wichtigen Themen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





